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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. lädt Graf Gottfried Martell von Anjou vor das römische Konzil 1050 oder die Synode von Vercelli desselben Jahres.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Brief Bischof Eusebius Brunos von Angers und Graf Gottfried Martells an einen Erzbischof (Erdmann/Fickermann, Briefsammlungen [MG Briefe der deutschen Kaiserzeit V] 144ff.) 146. Reg.: Boye, Quellenkatalog 86f.; JL *4209. Lit.: Brucker, L'Alsace II 158f., 163f.; Sudendorf, Berengar 121; Bröcking, Französische Politik Leos IX. 37f., 100; Halphen, Comté d'Anjou 122f.; MacDonald, Berengar 59, 80; Capitani, Studi per Berengario 141f.; Montclos, Lanfranc et Bérenger 62, 74; Douglas, Wilhelm der Eroberer 393; Capitani, Status quaestionis 200; Guillot, Reform of Investiture 88.

Kommentar

In der angeführten Quelle, einem Brief des Bischofs Eusebius Bruno von Angers und des Grafen an einen ungenannten Erzbischof, vermutlich an Guido von Reims, wird auf die Vorladung des Grafen zu den Synoden von Rom und Vercelli hingewiesen: Domnum vero comitem, quem tanta consideratione, ne dicam temeritate, Romam uel Vercelis vocabat [papa], iustiorem facit iam habere causam, quia factionem vel discussionem in causa episcopi nunquam suffugit. Bei der Reimser Synode Anfang Oktober 1049 (n. 627.15) war die Problematik der Gefangenschaft des Bischofs Gervasius von Le Mans durch Graf Gottfried Martell von Anjou zur Sprache gekommen und dem Grafen die Exkommunikation angedroht worden. Im Zusammenhang damit stand eine Vorladung zur Synode von Mainz (vgl. n. 655); offenbar wurde nach dieser ersten eine weitere Ladung nach Rom und Vercelli ausgesprochen. Frühester Termin für die Zustellung der Vorladung ist die Mainzer Synode und die Einladung musste fristgerecht vor Zusammentritt der römischen Synode 1050 (vgl. n. 761) erfolgt sein.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 659, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-10-20_1_0_3_5_2_331_659
(Abgerufen am 16.01.2017).