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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. bestätigt dem Kloster St-Paul in Verdun die (von Bischof Richard von Verdun getätigte) Schenkung (von Besitz in Jupille und Aubréville).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Verdun, Bibl. mun. Ms. 14 (17. Jh.) p. 144. Reg.: – . Lit.: Hirschmann, Verdun I 231f.

Kommentar

Die Schenkung des Bischofs erfolgte als Kompensation für die Abtretung der Martinskirche (bei Verdun) und war bereits am 17. Juni 1040 von Heinrich III. bestätigt worden (DHIII. 54, Bresslau/Kehr, MG Dipl. V 71). Die geschenkten Besitzungen sind bei Lüttich und an der Römerstraße von Verdun nach Reims zu lokalisieren. Die Zuverlässigkeit der späten Überlieferung muss angesichts der Tatsache, dass St-Paul eine der wenigen Kirchen von Verdun ohne Privileg Leos IX. war, eher negativ betrachtet werden. Wenn der Papst jedoch eine Bestätigung ausstellte, dann am ehesten bei seinem Besuch 1049 (vgl. nn. 642, 644). Unterstützung findet die Aussage der späten Quelle in den Formulierungen der Gesta ep. Virdunensium (MG SS IV 51), wo erklärt wird, dass die Mönche causam suam ad curiam Romanam deferando die Güter erhalten hätten quo dono regiis cartis et apostolicis privilegiis confirmato.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 643, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-10-08_2_0_3_5_2_315_643
(Abgerufen am 26.05.2017).