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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. kommt in Begleitung Bischof Dietrichs von Verdun nach der Reimser Synode (nn. 627, 640) in dessen Bischofsstadt, nimmt dort Aufenthalt und beklagt den Zustand der teilweise durch Brand zerstörten Stadt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 663; Laurentius von Lüttich, Gesta ep. Virdunensium 4 (MG SS X 493). Reg.: – . Lit.: Höfler, Deutsche Päpste II 55; Hunkler, Leo IX. 148; Roussel, Hist. de Verdun I 238; Steindorff, Heinrich II 93; Brucker, L'Alsace II 43; Delarc, Grégoire VII I 169f.; Gabriel, Verdun au XIe siècle 112ff.; Paquay, Consécration de Tongres 528; Hefele/Leclercq, Hist. des Conc. IV/2 1029; Bloch, Klosterpolitik 195; Crozet, Consécrations pontificales 17; Huyghebaert, Léon IX et la lutte 420f.; Morhain, Léon IX et Metz 89; Garreau, Saint Léon IX 94; Vrégille, Hugues de Salins I 174; Vrégille, Hugues 142; Sutter, Ce fut 269; Sandmann, Theoderich von Verdun 318, 330; Erkens, Trier 150; Hirschmann, Verdun II 394, 440f., 525f.; Boshof, Bistum Verdun 81f., 89; Healy, Chronicle of Hugh of Flavigny 50.

Kommentar

Das Datum ergibt sich aus der Entfernung zwischen Reims und Verdun von etwa 120 km und einer geschätzten maximalen Reisegeschwindigkeit von 50 Tageskilometern (Ohler, Reisen im Mittelalter 141; Müller, Itinerar 131). Vermutlich hat der Papst den Weg über die alte Römerstraße genommen (J. Gentil, Étude sur les voies romaines dans la région de Metz [Mém. de la Soc. d'archéol. Lorraine 47/1897, 178-233] Karte nach 180). Bischof Dietrich hatte den Papst schon auf der Reise nach Italien 1048/49 (nn. 404, 406, 409) und vor dem Reimser Konzil begleitet (nn. 602, 622.3). Im Gefolge des Papstes befanden sich außerdem wohl die Erzbischöfe Eberhard von Trier, Halinard von Lyon und Hugo von Besançon sowie Bischof Adalbero von Metz (nn. 602, 620, 622). In seiner Urkunde für Ste-Marie-Madeleine n. 663 berichtet der Papst: Redeuntibus ... nobis a Remense synodo, contigit Virduni hospitari, et non laetari, sed potius lacrymari. Respeximus enim crudele urbis excidium; die Stadt war am 25. Oktober 1047 bei der Belagerung durch Herzog Gottfried den Bärtigen in Brand gesteckt worden (vgl. n. 581).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 642, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-10-08_1_0_3_5_2_314_642
(Abgerufen am 22.01.2017).