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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. wird auf seiner Rückreise vom Konzil in Reims nach Toul von Bischof Herbert (II.) von Auxerre begleitet, der sich danach noch längere Zeit mit dem Papst in Toul aufhält.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Gesta ep. Autissiodorensium 50 (Sot I 263). Reg.: – . Lit.: Bur, Léon IX et la France 251.

Kommentar

Die Quelle erklärt: Quem [Leonem papam] in redeundo [de concilio Remensi] pater iste [Heribertus] sequutus est ad ciuitatem Tullum, in qua b. ille ante papatum sederat episcopus, colloquiis illius recreatus, sacris persuasionibus informatus, benedictionibus iocundatus, ad sedem suam repedauit... Allerdings weicht diese Darstellung von den historischen Tatsachen ab; so reiste der Papst von Reims nicht wieder (vgl. nn. 600-602, 606, 608, 609) nach Toul, sondern über Verdun (nn. 642, 644) und Metz (nn. 645, 647) nach Mainz (n. 655). Der Bischof von Auxerre andererseits ist nicht als Konzilsteilnehmer in Reims belegt (n. 622.3), sondern vermutlich durch das königliche Aufgebot (n. 604) am Besuch der Synode gehindert worden, weshalb eher zu unterstellen ist, dass Herbert von Auxerre zusammen mit den anderen ferngebliebenen Prälaten der Exkommunikation verfiel (n. 627). Ein Treffen zwischen dem Bischof und Leo IX. fand allerdings in Toul im Oktober 1050 bei der Reliquienhebung des hl. Gerhard statt (vgl. n. 827); möglicherweise hat Herbert von Auxerre damals den Papst in seiner Bischofsstadt aufgesucht, um sich von den 1049 verhängten Strafen zu befreien. Der in der Quelle geschilderte Sachverhalt jedenfalls kann nicht zutreffen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †641, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-10-06_6_0_3_5_2_313_641
(Abgerufen am 27.05.2017).