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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Der bei der Synode in Reims gebannte Abt Rainald von St. Médard (in Soissons) (Renoldus) wird (von Papst Leo IX.) nach Rom geladen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Chr. S. Medardi Suessionensis (Bouquet, Recueil des Hist. XI 367). Reg.: – . Lit.: Schwarz, Investiturstreit 265f.

Kommentar

Abt Rainald war am 5. Oktober bei der Reimser Synode zusammen mit anderen Prälaten dem Bann verfallen (n. 627.9), weil er die Synode unerlaubterweise verlassen hatte. Die Quelle berichtet, dass er noch im Jahr 1049 absque voluntate et licentia regis Henrici Romam vocatus abiit, abbas esse desiit. Rainald war vermutlich einem allgemeinen Aufruf Leos IX. an die in Reims einer Strafe Verfallenen, sich in Rom zu verantworten (vgl. n. 626.2), gefolgt. Anders als die meisten anderen stellte sich der Abt von St-Médard offenbar dabei keiner Synode, sondern fand sich nur bei der Kurie ein, was die Angabe der Quelle 1049 wohl ausdrücken soll. Da allerdings der Papst im Jahr 1049 nach der Synode von Reims in Rom nicht mehr anzutreffen war, ist es naheliegend, dass das Reiseziel des Abtes – abweichend vom Wortlaut der Quelle – entweder nicht Rom, sondern ein damaliger Aufenthaltsort Leos IX. in Deutschland war, oder die Reise für das Jahr 1050 bzw. 1049/50 anzusetzen ist. Durch den französischen König Heinrich I. hat er daraufhin sein Amt verloren.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 635, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-10-05_9_0_3_5_2_307_635
(Abgerufen am 24.01.2017).