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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. nimmt als Bischof von Toul vom Touler Kanoniker Richard de Robert-Espagne (de Roberti Hispania) die Hälfte eines Altares in Nançois (-sur-Ornain) (de Nanceio) zugunsten der Kirche von St-Bénigne (in Dijon) entgegen, bestätigt diese Schenkung zusammen mit derjenigen der anderen Hälfte des Altares, welche Lambert de Velaines und Lietgart de Vendeuvre zusammen (L. de Vellenis ... Leuchardis de Vendovera) bereits zuvor getätigt hatten, und regelt die Bedingungen, zu welchen der Konvent (von St-Bénigne) einen Vikar für (Nançois) zu bestellen hat.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urkunde des Touler Bischofs Heinrich von Lothringen von 1145 (Estienne Pérard, Recueil de plusieurs pieces curieuses servant à l'hist. de Bourgogne [Paris 1664] 231). Reg.: Chevrier/Chaume, Chartes II n. 331. Lit.: .

Kommentar

In der Bischofsurkunde wird zuerst der früheren Schenkung der Altarhälfte durch Lambert und Lietgart gedacht; einige Zeit später hätte auch Richard, Tullensis canonicus, vor demselben Bischof Bruno von Toul, coram eodem praesule iam papa effecto, auf seine Altarhälfte verzichtet. Der Papst habe beide Schenkungen mit Zustimmung des Touler Domkapitels bestätigt. Obwohl der Papst den Akt offensichtlich als Bischof durchführte, legt die Quelle Wert auf sein päpstliches Amt: isdem apostolicus ... auctoritate sua. Eine genaue Datierung ist nicht möglich, doch muss die Wahl zum Papst vorausgesetzt werden; andererseits ist Leo IX. noch Bischof von Toul, d. h. sein Nachfolger Udo noch nicht eingesetzt (vgl. n. 872). Da andererseits anzunehmen ist, dass das Amtsgeschäft in Toul vollzogen wurde, kommen nur Termine in Betracht, an welchen der Papst 1049-1051 in Toul war.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 607, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-09-00_1_0_3_5_2_279_607
(Abgerufen am 24.07.2017).