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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst (Leo IX.) weiht den Norweger Asgot zum Bischof.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Adam von Bremen, Gesta III 17 Schol. 68 und IV 34 (Schmeidler, MG SS rer. Germ. 2/1917³ 160, 269). Reg.: . Lit.: Maurer, Bekehrung I 588f., II 560, 564; Joys, Biskop og Konge 53f.; Seegrün, Skandinavien 72; Seegrün, Erzbistum Hamburg 87f.; vgl. Kuhn, Das älteste Christentum Islands 14.

Kommentar

Adam berichtet an der ersten angeführten Stelle, der norwegische König Harald (1046-1066) habe Bischöfe an anderen Orten als in Hamburg weihen lassen, quorum unus fuit Asgot, quem redeuntem ab urbe apostolorum comprehendi iussit archiepiscopus. An der zweiten Stelle erklärt er, Erzbischof Adalbert habe Asgothum ... licet moleste ferret a papa consecratu[um], accepta satisfactione dimisit a se donat[um]. Über die zeitliche Einordnung sagt der Hamburger Historiker nichts außer der Erwähnung in der Amtszeit Erzbischof Adalberts (1043-1072). Es ist anzunehmen, dass die Umorientierung zu Beginn der Regierungszeit des Königs stattfand, und demnach zu schließen, dass dass em ehesten Clemens II. und Leo IX. in Frage kommen, wobei die längere Sedenzzeit und die längeren Aufenthalte in Rom für letzteren sprechen. Möglich wären jedoch auch Viktor II., Stephan IX. und deren Nachfolger. Als terimus ad quem ist die Ausstellung der Urkunde Leos IX. für Hamburg mit dem Recht, Bischöfe für Skandinavien zu weihen (n. 1026), angenommen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 489, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-00-00_67_0_3_5_2_161_489
(Abgerufen am 25.07.2017).