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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Der als Papst Damasus II. erwählte Bischof Poppo von Brixen reist in Begleitung einer Bischofsdelegation nach Rom.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Hermann von Reichenau, Chr. 1048 (MG SS V 128); Ann. Altahenses 1048 (Oefele, MG SS rer. Germ. 4/1891 44); Ann. Romani (Duchesne II 332f.); Bernold von Konstanz, Chr. 1048 (MG SS V 426); Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 79 (MG SS XXXIV 324); Ann. S. Blasii 1048 (MG SS XVII 276); Anon. Zwettlensis, Hist. Rom. pont. (Migne, PL 213, 1031); Hermann Corner, Chr. novella (Eckhart, Corp. Hist. II 586). Reg.: . Lit.: Steindorff, Heinrich II 29; Guggenberger, Deutsche Päpste 39; Borino, Elezione 386; Brezzi, Roma e l'impero 216f.; Bauerreiss, Kirchengeschichte Bayerns II 198; Sparber, Brixener Fürstbischöfe 46; Mittermaier, Papst aus Brixen 81, 86f.

Kommentar

Hermann von Reichenau (und mit ihm Bernold und die Ann. s. Blasii) berichten, der Bischof von Brixen sei vom Kaiser nach Rom geschickt worden (Romam mittitur), entsprechend auch Leo Marsicanus. Allein die Ann. Altahenses erwähnen ausdrücklich eine Damasus II. begleitende Bischofsdelegation: cum ipsis legatis episcopi quidam Romam dimittuntur, qui papam deducunt. Dem widersprechen aber die Ann. Romani, die der Ansicht sind, die römische Delegation sei bereits vor Poppo von Brixen zurück gereist (legati ... antecedentes Damassum). Die zeitliche Einordnung ergibt sich aufgrund von n. 389, das dem Romzug vorausgeht; wenn Hermann v. Reichenau die Reise in den Juli verlegt, dann meint er mit dem Datum die Inthronisation des Papstes (n. 395), nicht den Reiseantritt. Für den von Sparber 46 angenommenen Aufenthalt in Brixen gibt es keinen quellenmäßigen Beleg.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 390, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1048-01-25_2_0_3_5_2_62_390
(Abgerufen am 25.03.2017).