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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Clemens (II.) erhält einen Brief von Erzbischof Adalbert von Hamburg (Bremen), in welchem dieser sich über den dänischen König (Swen Estridsen) und dessen inzestuöse Ehe sowie dessen Drohungen gegen die Hamburger Kirche beklagt und Hilfe erbittet.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Heinrich Wolter, Chr. Bremensis (Maibom, SS rer. Germ. II 39). Reg.: – . Lit.: Celse, Apparatus 21; Dehio, Erzbistum Hamburg-Bremen I 191ff.; Steindorff, Heinrich II 204ff.; Schmeidler, Hamburg-Bremen 303ff.; Johnson, Adalbert of Hamburg-Bremen 157f.; Glaeske, Erzbischöfe von Hamburg-Bremen 78f.; Seegrün, Skandinavien 68; Reinecke, Archiepiscopatus Hammaburgensis 32.

Kommentar

Wolter berichtet, der Erzbischof sei auf dessen Mahnungen hin vom König bedroht worden, weshalb archiepiscopus omnia gesta et facta per regem tandem scripsit papae Clementi; die erst im 15. Jahrhundert verfasste Quelle ist allerdings in dieser Hinsicht wenig glaubwürdig, da König Swen seine Herrschaft erst 1047 antrat und der nach der Darstellung der Quelle zuvor zwischen König und Erzbischof hin und her wogende Streit kaum schon zu Lebzeiten Clemens' II. nach Rom berichtet sein wird. Vermutlich setzte der Autor hier den Namen Clemens ein, weil dieser als ehemals Hamburger Kleriker dort der bekannteste Papst seiner Epoche gewesen sein wird (vgl. n. 329). Erst Leo IX. ging auf die Angelegenheit ein (vgl. n. 494).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †377, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1047-09-00_1_0_3_5_2_49_377
(Abgerufen am 23.03.2017).