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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Clemens II. kanonisiert in Anwesenheit Bischof Dietrichs von Konstanz (praesente Theoderico Constantiensi) auf Bitte Abt Norberts von St. Gallen, Kaiser Heinrichs (III.) und dessen Frau Agnes (obtinuit etiam [Norpertus abbas] ammiculante Heinrico imp. et conjuge ejus Agnete) nach Verlesung ihrer Vita und von Wunderberichten Wiborada und bestätigt ihren Jahrtag.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Ekkehardi IV Casuum s. Galli continuatio I 3 (MG SS II 107; Jasper, Konzilien [MG Concilia VIII] 199); Continuatio II 6 (MG SS II 156); Christoph Schulthaiss, Constanzer Bisthums-Chronik 32 (Marmor 24). Reg.: Höfler, Deutsche Päpste I 339 n. 4; J *3148; Klauser, Liturgie der Heiligsprechung 230 n. 7; GP II/2 41 n. *5; JL *4142. Lit.: Höfler, Deutsche Päpste I 251f.; Steindorff, Heinrich I 321; Wittmann, Suidger von Bamberg als Clemens II. 230; Beissel, Verehrung der Heiligen I 113; Mathis, Benedetto 539f.; Mann, Popes V 282; E. Schlumpf, Die Heiligsprechung der hl. Wiborada (ZSchwKG 21/1927 142-145); Kehr, Vier Kapitel 51 (ND Ders., Ausgewählte Schriften 1245); Hertling, Processo di canonizzazione 179f., 192; Kuttner, Réserve papale 181; Kemp, Canonization 61f.; Johannes Duft, Die Ungarn in Sankt Gallen (Zürich-Lindau-Konstanz 1957) 26ff.; Reitzenstein, Papst Clemens II. 12; Eva Irblich, Die Vitae sanctae Wiboradae. Ein Heiligen-Leben des 10. Jahrhunderts als Zeitbild (St. Gallen 1970) 156ff.; Herrmann-Mascard, Reliques des Saints 94; Zimmermann, Papst Clemens II. 20; Walter Berschin, Verena und Wiborada. Mythos, Geschichte und Kult im X. Jh. (FDA 102/1982, 5-15) 5; Timmel/Zimmermann, Suidger 12; Walter Berschin, Vitae sanctae Wiboradae. Die ältesten Lebensbeschreibungen der heiligen Wiborada (Mitt. zur vaterländischen Geschichte 51 [St. Gallen 1983] 15; Wolf, Kanonisationsbulle 93f.; (ND 748f.); Lindner, Clemens II. 75; Werner Vogler, Spuren der Ungarn im Sankt Galler Stiftsarchiv (Die Ungarn und die Abtei Sankt Gallen, hg. von Gyorgy J. Csihák/Werner Vogler [St. Gallen-Budapest 1999] 13-28) 17f.; Karl Schmucki, Der Einfall der Ungarn in Sankt Gallen im Jahre 926 in den Handschriftenschätzen der Stiftsbibliothek Sankt Gallen (Die Ungarn und die Abtei Sankt Gallen, hg. von Gyorgy J. Csihák/Werner Vogler [St. Gallen-Budapest 1999] 28-38) passim; Maurer, Konstanzer Bischöfe 190; Krafft, PU und Heiligsprechung 44, 79; Gresser, Clemens II. 59f.

Kommentar

Die Kanonisation der beim Ungarneinfall 926 in St. Gallen getöteten Reklusin könnte Anfang 1047 in Rom stattgefunden haben, wo Dietrich von Konstanz die Nachfolge des Weihnachten verstorbenen Eberhard als Bischof erlangte. Genauere Angaben zur Datierung lassen sich nicht machen. Nur der späte Christoph Schulthaiss lässt die Heiligsprechung in St. Gallen durchgeführt sein (vgl. n. †345), aber Clemens II. unternahm keine Deutschlandreise. Kemp bringt die Kanonisation in Verbindung mit einem Aufenthalt Heinrichs III. in St. Gallen im Herbst 1046. Naheliegend wäre diese erste Kanonisation einer Frau im Rahmen der römischen Synode Clemens' II. um den 5. Januar 1047. Der Festtag der hl. Wiborada ist am 2. Mai (vgl. Johannes Duft, Die Ungarn in Sankt Gallen [Zürich 1957] 26-35).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 359, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1047-01-06_1_0_3_5_2_31_359
(Abgerufen am 25.09.2017).