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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Clemens II. behält auch als Papst sein bisheriges Bistum Bamberg bei.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 368; n. 380. Reg.: – . Lit.: Delarc, Pape alsacien 118; Pflugk-Harttung, Papstwahlen II 15; Kehr, Vier Kapitel 51 (ND Ders., Ausgewählte Schriften 1245); Tellenbach, Libertas 206; Violante, Pataria 94; Goez, Papa qui et episcopus, passim; Beumann, Reformpäpste als Reichsbischöfe 25, 32f. und passim; Wolter, Synoden 398; Frech, Deutsche Päpste 324ff.; Goez, Lebensbilder 163f.; Zimmermann, Papst Clemens II. 21; Van Wijnendaele, Concile de Sutri 326; Gresser, Clemens II. 69ff.; Gresser, Papst Clemens und Bamberg 88ff.; D'Agostino, Primato 349ff.

Kommentar

Der Papst selbst erklärt in seiner Urkunde für das Kloster Michelsberg in Bamberg n. 368, er sei als Bischof von Bamberg mit dem Kloster vertraut und als solcher zum Papst erhoben worden. Aus dieser neuen und höheren Position privilegiere er das Kloster. Die Beibehaltung des bisherigen Amtssitzes ist darin nur angedeutet. Im Privileg für das Bistum Bamberg n. 380 dagegen schreibt er, er sei durch die Papstwahl räumlich zwar von seiner geliebten Braut, der Bamberger Kirche, getrennt worden, doch aliquid non tamen omnino a te segregarer. Informationen über die bischöfliche Stellvertretung in Bamberg liegen jedoch nicht vor. Außerdem kann auch der Bericht des Lampert von Hersfeld, Ann. 1048 (Holder-Egger, MG SS rer. Germ. 38/ 1894, 61) über die gleichzeitige Besetzung des päpstlichen Stuhles (mit Damasus II., vgl. n. 388) und des Bistums Bamberg (mit Bischof Hartwig) nach dem Tod Clemens' II. als Beweis dafür herangezogen werden, dass Clemens II. beide Ämter bis zu seinem Tod zusammen innehatte. Amtshandlungen für sein bisheriges Bistum sind allerdings abgesehen von den Papsturkunden für Bamberger Empfänger (nn. 368, 380, 381) nicht überliefert.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 334, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1046-12-25_4_0_3_5_2_6_334
(Abgerufen am 23.01.2017).