Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

Sie sehen den Datensatz 322 von insgesamt 328.

Papst Gregor (VI.) wird von König (Heinrich III.) um die Einberufung einer Synode gebeten und entspricht dem königlichen Wunsch durch ein Dekret.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Bonizo von Sutri, Liber ad amicum V (Dümmler, MG Ldl I 585).  Reg.: – .  Lit.: Kromayer, Vorgänge 183; Hefele/Leclercq, Hist. des Conc. IV/2, 986; Mathis, Benedetto 293; Borino, Elezione 313f.; Fliche, Réforme I 108; Borino, Invitus 7, 8f.; Zimmermann,Papstabsetzungen 126f.; Schmale, Sutri 76, 87ff., 98; Ghirardini, Benedetto 48; Anton, De ordinando 42; Wolter, Synoden 381, 385ff.

Kommentar

Bonizo erklärt ausdrücklich, dass nach der gemeinsamen Ankunft in Sutri (n. †315) der König die Initiative ergriffen und vom Papst die Berufung einer Synode erbeten habe (rogavit ... rex ... pontificem sinodum congregari. Quod concessit et decreto firmavit); vgl. n. 81. Bonizo – wie sämtliche anderen Quellen – weist die Initiative bei der Berufung dem König zu. Den Umstand, dass Bonizos Darstellung der päpstlichen Berufung zutreffen könnte, erwägt Wolter 386f. Zu der Diskussion, ob die Synode – und damit die Absetzung Gregors VI. – von langer Hand geplant oder eher spontan berufen wurde, liefert Wolter 383 gute Argumente (z. B. die Gebetsverbrüderung von Piacenza, die dichte Folge von Konzilien vom Oktober 1046 bis Januar 1047, die Terminierung kurz vor der geplanten Krönung Heinrichs III.) für die letztere Ansicht; vgl. auch n 324.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 322, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1046-12-20_4_0_3_5_1_322_322
(Abgerufen am 25.03.2017).