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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Gregor (VI.) wird durch eine Gesandtschaft von den in Sutri um König Heinrich (III.) versammelten Bischöfen zu Verhandlungen unter seinem Vorsitz über das Schisma geladen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Ann. Rom. (Duchesne II 331f.); Desiderius von Montecassino, Dialogi (MG SS XXX 1142); Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 77 (MG SS XXXIV 321).  Reg.: – .  Lit.: Steindorff, Heinrich I 313; Hauck, Kirchengeschichte III 588f.; Kromayer, Vorgänge 182f.; Mathis, Benedetto 293; Borino,Elezione 310f.; Zimmermann, Papstabsetzungen 127f.; Schmale, Sutri 76, 87, 98; Wolter, Synoden 381, 382; Hoffmann, Anmerkungen zu den Libri memoriales 453f.; Engelbert, Heinrich III. und Sutri 243, 247.

Kommentar

Die von Desiderius gegebene Darstellung (in Sutrina urbe concilio congregato Iohannem, qui Gregorius dictus est, missis ad eum episcopis, ut de ecclesiasticis negotiis … ipso praesidente tractaretur, venire rogavit) ist zwar möglich, widerspricht aber der Schilderung des Bonizo. Da dessen Angabe des Treffens zwischen Papst und König in Piacenza (n. 314, vgl. auch n. 313) bestens verbürgt ist, kann möglicherweise auch die von ihm geschilderte gemeinsame Reise von Gregor VI. und Heinrich III. nach Sutri (n. †315) zutreffend sein, was eine Vorladung des Papstes erübrigen würde. Ein zwischenzeitlicher Aufenthalt Gregors VI. in Rom und eine separate Einladung ist allerdings nicht auszuschließen. Den Ann. Rom. zufolge wurde mit dem Papst auch der römische Klerus zu der Synode geladen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 319, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1046-12-20_1_0_3_5_1_319_319
(Abgerufen am 19.10.2017).