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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Benedikt IX. verleiht (concedimus) dem Abt Benedikt von Brondolo (Benedicto abbati monasterii s. Trinitatis in Uenetia) (D. Malamocco-Chioggia) wunschgemäß als Auszeichnung für dessen Verdienste auf Lebenszeit, aber nicht für dessen Nachfolger, Dalmatik und Pontifikalsandalen zum Gebrauch bei hl. Messen und bestätigt das vom Notar und Skriniar Johannes ausgefertigte Dokument durch eigenhändige Konfirmation (n. 257). – Quisquis in divinis servitiis semetipsum ...D[at. VIII.] id. Junias pm. Petri diac. bibl. et canc. SAS a. pont. d. Benedicti IX. pape XII., ind. XII.

Überlieferung/Literatur

 

Orig.: Pergament (185 x 632 mm), Nürnberg, GNM, Arch., Brondolo.  Kop.: – . Faks.: Wilhelm Wattenbach, Einige Urkunden des 11. und 12. Jahrhunderts im Germanischen Museum (Mitt. aus dem Germanischen Nationalmuseum 1/1886, Tafel 10) (fragm.).  Drucke: Wilhelm Wattenbach, Urkunden und andere Aufzeichnungen (NA 11/1886, 389-403) 390; Lanfranchi Strina, Brondolo II 38; Zimmermann, PUU II 1168 n. 622.  Reg.: Melampo, Bolle papali I 434 n. 40 vgl. II 246f.; IP VII/2 120 n. 2; Santifaller, Elenco 347; Santifaller, Geschichte der Beschreibstoffe 90 n. 20; Bischoff, Urkundenformate 123; JL 4115α.  Lit.: Wattenbach, Einige Urkunden 146f.; Bresslau, Papyrus 17, 21f., 27f.; Ottenthal, Brondolo, passim; Pflugk-Hart-tung, Bullen 97; Kehr, Rom und Venedig 95f.; Bresslau, Urkundenlehre ³I 77, 78, 224f., 227; Rabikauskas, Römische Kuriale 230; Salmon, Mitra und Stab 34; Violante, Venezia fra papato e impero 303; Rathsack, Fuldaer Fälschungen I 352f., II 379, 394; Kortüm, Urkundensprache 214ff.; Johrendt, Papsttum und Landeskirchen 179.

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Faks.: FEES/ROBERG, DIGUB 2/I Frühe Papsturkunden Tafel 6.

 

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. IP VII/2 und Zimmermann, PUU. Die bis auf Anfangszeile und Schlussgruß (diese in Majuskel) in Kuriale auf Pergament geschriebene Urkunde beginnt genau wie n. 258 vom selben Tag für den gleichen Empfänger mit einem Chi-Rho Zeichen. Das Datum wurde jedoch von Zimmermann aufgrund von n. 258 erschlossen (was aus IP und Lanfranchi Strina nicht hervorgeht). Ausgestellt ist sie anders als n. 259 für den Abt Benedikt von Brondolo persönlich. Welche Verdienste, abgesehen von seiner Funktion als Gesandter Grados (vgl. n. 247), dieser sich erworben hatte, ist unklar. Unterschrieben hat der Papst das Dokument persönlich (vgl. n. 257). Das Privileg ist von denselben Personen ausgefertigt wie n. 258, der Schreiber verfasste auch die Urkunden Clemens' II. für Fulda von 1046 Dezember 29 (JL 4133; Migne, PL 142, 577) und 1046 Dezember 31 (JL 4134; Migne, PL 142, 579); der Schlusswunsch (indulgentiam et remissionem omnium peccatorum tuorum tribuat tibi, abba Benedicte, omnipotens et misericors Dominus) und die Datumszeile stammen vom Diakon und Kanzler Petrus persönlich. Bei der im Eschatokoll erwähnten indulgentia handelt es sich nicht um einen eigentlichen Ablass, sondern nur um einen Schlusswunsch. An der Echtheit besteht kein Zweifel.

Nachträge (1)

Nachtrag von Irmgard Fees, eingereicht am 22.11.2012.

Abb. in: Frühe Papsturkunden (891-1054), hg. von Irmgard FEES und Francesco ROBERG (Digitale Urkundenbilder. 2/I), Leipzig 2006, Taf. 6a,b.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 259, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1044-06-06_2_0_3_5_1_259_259
(Abgerufen am 25.05.2017).