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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Benedikt (IX.) bestätigt dem Kloster Fulda unter Abt Rohing (Rohingo ... abbati venerabilis monasterii Salvatoris ... et s. Bonifacii, quod situm est in loco qui vocatur Boconia iuxta ripam fluminis Fulde) wunschgemäß den gesamten Besitz, insbesondere das römische Andreaskloster in Exailo bei S. Maria Maggiore (in Rom) mit allem Zubehör (monasterium ... s. Andree apostoli quod vocatur Exailum, quod situm est iuxta ecclesiam s. Dei genitricis ... Marie que vocatur ad Presepe), verleiht Immunität und Exemtion (sub immunitatem s. nostre Romane sedis apostolice ... sub iurisditione s. nostre ... ecclesie constitutum nullius alterius ecclesie iurisditionibus submittatur) und verbietet jede Alienation sowie die Feier der Messe ohne Erlaubnis des Abtes. – Convenit apostolico moderamini pia religione ...Scr. pm. Petri scrin. SRE in mense Jan., ind. III.Dat. XII. kal. Febr. pm. Widonis ep. et bibl. SSA. A. ... pont. d. nostri Benedicti sanctissimi septimi papae I. imperante d. nostro ... Ottone ... imperatore, a. VII. imperii eius, ind. III.

Überlieferung/Literatur

Orig.: – .  Kop.: 1) 12. Jh., Marburg, StArch., Abt. Hss. K. 425 fol. 22v (p. 44); 2) Ende 13. Jh., Marburg, StArch., Abt. Hss. K. 427 fol. 18.  Drucke: Leibniz/Pertz, Ann. imp. occidentis Brunsvicenses III 347; Harttung, Dipl.-hist. Forschungen 444; Zimmermann, PUU II 1156 n. †616; Meyer zu Ermgassen, Cod. Eberhardi XXII 43.  Reg.: Roller, Eberhard Beil. 4 n. 22; Santifaller, Elenco 347; Santifaller, LD 120; GP IV 379 n. †64 (zu 1043 nach März-1045 April); Rathsack, Fuldaer Fälschungen I 6; Jakobs, Fuldaer PUU 71; JL †4118 (zu 1043-1045 Januar 21).  Lit.: Harttung, Dipl.-hist. Forschungen 447f.; Roller, Eberhard 28f.; Kehr, Vier Kapitel 603; Rathsack, Fuldaer Fälschungen I 16, 18, II 369, 396ff., 412f., 492f.; Jakobs, Fuldaer PUU 39, 52, 54, 59; Vogtherr, Reichsklöster 439.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. GP und Zimmermann, PUU. Die Urkunde stimmt fast wörtlich mit dem Privileg Clemens' II. von 1046 Dezember 29 (JL 4133; Migne, PL 142, 577) (dessen Name in der Kopie 1) radiert und durch Benedictus ersetzt ist) überein, das im wesentlichen die Vorurkunden Benedikts VIII. (JL 4057; Böhmer/ Zimmermann,Papstregesten n. 1270; Zimmermann,PUU II 1036 n. 546) und Johannes XIX. (n. †136; JL †4091; Zimmermann, PUU II 1112 n. †590) wiederholt. Die Datierung stammt aus einer Urkunde Benedikts VII. (GP IV/4 372 n. *52; Böhmer/Zimmermann,Papstregesten n. 541; Zimmermann, PUU I 470 n. 236). Die Fälschung ist laut Rathsack 413, der aufgrund von Roller 28f. Eberhard von Fulda als Fälscher ablehnt, zwischen dem Tod Abt Rohings am 29. November 1047 und dem Privileg Leos IX. für Fulda vom 13. Juni 1049 (JL 4170; Migne, PL 143, 609) entstanden. Dagegen nimmt Jakobs in GP und Fuldaer PUU (basierend auf Stengel, Fulda 247ff.) eine Fälschung durch Eberhard an. Aufgrund der ihm vorliegenden Datierung einer Urkunde Benedikts VII., dessen Name im Eschatokoll der Fälschung versehentlich erhalten blieb, habe er den zuvor von ihm als Urkunde Clemens' II. eingetragenen Text erneut mit Benedikt als Aussteller an Abt Rohing geschrieben. Mit der Urkunde Clemens' II. besteht bis auf das Eschatokoll und die mit diesem übereinstimmende Datumsangabe innerhalb des Textes völlige Übereinstimmung. Einzuordnen ist das Privileg in die Zeit des Abbiats Rohings (nach März 1043) und des Pontifikats Benedikts IX. Falls die aus der früheren Urkunde übernommene Datierung auch für die vorliegende gelten soll, kommt damit nur noch der genannte Tag im Jahr 1044 in Betracht, denn im Januar 1045 war Benedikt IX. bereits vertrieben (vgl. n. 263). Zur Diözesanzugehörigkeit des Klosters Fulda vgl. Hussong, Fulda I 47ff. Eine Fälschung auf den Namen Gregors VI. ist n. †296.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. †251, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1044-01-21_1_0_3_5_1_251_D251
(Abgerufen am 22.07.2017).