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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Benedikt (IX.) exkommuniziert die Brandstifter des Klosters Lesterps (D. Limoges) und gibt Bischof Jordanus von Limoges sowie Abt Walter von Lesterps die alleinige Vollmacht, Pönitenz für das Vergehen zu gewähren.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urkunde der Gräfin Almodis von La Marche für Lesterps von 1098 November 12 (Gustave Babinet de Rencogne, Charte d'Almodis, comtesse de La Marche en faveur de l'abbaye de Lesterps, Bullet. de la soc. archéol. et hist. de la Charente 3. sér. 4/1862, 409-414, Urkunde 411).  Reg.: Becquet, Bullaire du Limousin 117 n. 9 (zu 1033-1048).  Lit.: – . 

Kommentar

Die Urkunde erzählt, dass Papst Benedikt (IX.) incendii factores universos tanta anathematis catena innodaverat, quod nullus archiepiscoporum vel episcoporum ... alicui eorum poenitentiam indicere auderet, quousque ad arbitrium Jordani, episcopi Lemovicensis, et Galteri, abbatis Stirpensis ... emendationem ... fecissent (413). Die Zuordnung zu Benedikt IX. ergibt sich aus der Tatsache, dass das Kloster um 1040 in Brand gesetzt wurde. Im Verlauf einer Fehde hatte Albert-Bernhard von La Marche, der Vater der Urkundenausstellerin, den Frevel begangen, wobei 1700 Menschen getötet worden sein sollen. Als Wiedergutmachung machte er den wenigen Kanonikern von Lesterps, die den Brand überlebt hatten, eine reiche Schenkung.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 221, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1040-00-00_1_0_3_5_1_221_221
(Abgerufen am 25.05.2017).