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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Benedikt IX. berät sich mit den Kardinälen über die von einer polnischen Delegation gegen Herzog Bretislaw von Böhmen und Bischof Severus von Prag vorgebrachten Beschwerden (vgl. n. 215); trotz der einmütigen Verurteilung der Beschuldigten entscheidet der Papst, diese vor der Verhängung von Strafmaßnahmen zu zitieren.

Überlieferung/Literatur

 

Erw.: Cosmas, Chr. Bohemorum II 6 (Bretholz, MG SS NS II 91); Přibico Pulkawa, Chr. Boemorum 1039 (Groll, FRB V 42); Johannes Długosz, Ann. seu Chr. Poloniae III zu 1039 (Turkowska II 17f.).  Reg.: – . Lit.: Mathis, Benedetto 561; Messina, Benedetto 72f.; Kuttner, Réserve papale 188f.; Kętrzyński, Polska 447ff.; Ghirardini, Benedetto 19f.

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Reg.: GP V/3 n. *17.

 

Kommentar

Nach übereinstimmender Darstellung des Cosmas von Prag und des Johannes Długosz befragte der Papst, nachdem die polnische Gesandtschaft ihre Mitteilung gemacht hatte (vgl. n. 215), Kardinäle und Prälaten, wie vorzugehen sei. Dabei seien verschiedene Möglichkeiten zur Bestrafung vorgeschlagen worden, die von der Absetzung des Herzogs (!) wie des Bischofs und deren Exkommunikation bis zum Befehl der Restitution des Geraubten reichten. Der Papst allerdings beschloss parte altera non audita ... personalis contra ducem Bretislaum et Severum episcopum citatio (Johannes Długosz); wenn auch in der Formulierung des Johannes Długosz spätmittelalterliches Gedankengut zu sehen ist, muss dennoch ein päpstlicher Kontakt zur Gegenpartei vorausgesetzt weden, vgl. n. 217; zum Fortgang der Angelegenheit vgl. ebenfalls n. 218, n. 219, n. 220.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 216, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1039-00-00_5_0_3_5_1_216_216
(Abgerufen am 28.03.2017).