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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Als Legat des Papstes (Benedikt IX.) ist Bischof Johannes von Porto, Bibliothekar der römischen Kirche, anwesend bei der Klosterweihe von St-Laurent (in Lüttich), er sanktioniert die Gründungsurkunde Bischof Reginards von Lüttich für das Kloster und unterschreibt zusammen mit anderen diese Urkunde sowie vier weitere.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urkunde B. Reginards von Lüttich von 1034 November 3 (Paul Bonenfant, Les chartes de Réginard, évêque de Liège, pour l'abbaye de St-Laurent [Bullet. de la commission d'histoire de Belgique 105/1940, 306-366] 336 n. 2; Martène/Durand, Ampl. Coll. IV 1164ff.).  Reg.: Engelmann, Päpstliche Legaten 140; Oediger, Regesten I n. 752; GP VII 54 n. 137.  Lit.: Bresslau, Konrad II 175, 281; Otto Frommel, Die päpstliche Legatengewalt im deutschen Reiche während des 10., 11. und 12. Jahrhunderts (Heidelberg 1898) 7; Engelmann, Päpstliche Legaten 107; Fedele, Conti di Tuscolo 15; Borino, Elezione 157f.; Kares, Chronologie 21, 24; Kölmel, Rom 127f.; Herrmann, Tuskulanerpapsttum 83f.

Kommentar

Bischof Reginard von Lüttich als Aussteller der Urkunde droht die in der Sanctio negativa genannten Strafen im Namen des bei der Weihe ebenfalls anwesenden Erzbischofs Pilgrim von Köln, des genannten Legaten und auch mit seiner eigenen Autorität an. In der Liste der Unterschriften der Bischofsurkunde n. 2 findet der Legat (Joannis, Portuensis ep., legati apostolice sedis) sich als Ego, Joannes, Portuensis ep. et bibl. SRE subscripsi. Auch in den Urkunden nn. 4, 5, 6, 7 der genannten jüngeren Edition (ebd. 348ff.) ist der Legat genannt; diese Urkunden sind allerdings Fälschungen aufgrund der angeführten Urkunde n. 2. Die Annahme Bresslaus, Johannes von Porto habe damals die Bestätigung der Wahl Benedikts vom deutschen Königshof erhalten, weist Borino mit dem Argument zurück, diese habe zum Zeitpunkt der Legation schon allzu lange zurückgelegen. Zu weiteren Legationen des Johannes von Porto vgl. n. 116, n. 246, n. 298.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 179, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1034-11-03_1_0_3_5_1_179_179
(Abgerufen am 27.07.2017).