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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Kaiser (Konrad II.) setzt den von einer Adelsopposition aus Rom vertriebenen (n. †175) Papst (Benedikt IX.) wieder in Rom ein.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Rodulf Glaber, Hist. IV 17, 24, 25 (Prou 112, vgl. auch 105f.; France 196f., 210; Arnoux 266,vgl. 252).  Reg.: – . Lit.: Bresslau, Konrad II 174f., 537; Mathis, Benedetto 552ff.; Borino, Elezione 148ff.; Poole, Benedict 203; Mann, Popes V 244; Falce, Bonifacio di Canossa I 143; Kölmel, Rom 69; Quilici, Giovanni Gualberto 57; Vogt, Konrad II. im Vergleich 68ff.; Ghirardini, Benedetto 11f.

Kommentar

Rodulf Glaber behauptet, Benedikt IX. sei nach seiner (angeblichen) Vertreibung aus Rom 1033 (n. †175) vom Kaiser wieder zurückgeführt worden: imperator illum proficiscens proprie sedi restituit. Da Konrad II. nach seiner Krönung 1027 erst wieder Ende 1036 nach Italien kam, wurden in der Literatur die Angaben des Rodulf Glaber über die Vertreibung des Papstes von 1033 zu 1035/36 korrigiert. In der Tat sind Kaiser und Papst 1038 zusammengetroffen, allerdings in Cremona (vgl. n. 201, n. 203). Der Papst war damals also von Rom abwesend, von einer Vertreibung wissen aber andere Quellen als Rodulf Glaber nichts. Zudem kam Konrad II. im Verlauf dieser Italienfahrt nicht nach Rom, kann demnach den Papst dort auch nicht wieder eingesetzt haben.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. †176, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1033-06-30_1_0_3_5_1_176_D176
(Abgerufen am 26.05.2017).