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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst (Benedikt IX.) gewährt (concedimus) (dem Kloster S. Maria in Monasterio) (D. Rom) den Besitz der Kirche SS. Agnese e Costanza in Rom (canonice s. Christi martyris Agnetis et Constantie, que ponitur in confinio Agielli via Salaria) mit allem Zubehör, die (römische) Kirche des hl. Romanus (eccl. s. Romani) samt deren Besitzungen in genau umschriebenen Grenzen, die Kirche des hl. Cyriacus in den Diokletiansthermen (eccl. s. Ciriaci ... sita Rome in thermas Diocletianas) mit Pertinenzen sowie eine Andreas- und eine Stephanskirche, die Martins- und die Marienkirche in bzw. bei Tivoli, die Silvesterkirche in Albano (eccl. s. Andree ... s. Stephani in Lugniano ... intra civitatem Tiburtinam eccl. s. Martini ... deforis civitatis Tiburtine ... eccl. s. Marie ... in territorio Albanensi eccl. s. Siluestri), Besitzungen in Aricia, Piscina und Collina (in territorio Ariciensi ... Piscinia ... territorio Colinense) sowie weitere genannte Güter und überhaupt alles, was einmal Eigentum des Klosters war. – Concedimus vobis canonice s. Christi martyris ...

Überlieferung/Literatur

Drucke: Kehr, PUU in Rom 140 (= Ders., PUU in Italien II 322); Lori Sanfilippo, Carte del monastero di S. Agnese 72; Zimmermann, PUU II 1126 n. 598.  Reg.: IP I 159 n. 1; Santifaller, LD 120 (dort abweichend als: JL 4122 [!]).  Lit.: Hülsen, Chiese 170; Armellini, Chiese di Roma 184.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. IP und Zimmermann, PUU. Zimmermann reproduziert die Urkunde nach Kehr, der sie den im 18. Jahrhundert entstandenen und heute verlorenen Varia des Michael Angelus Monsacrati entnommen hat, welche den Text bereits in fragmentarischer Form (Fehlen von Anfang und Ende sowie des Papstnamens) und mit erheblichen sprachlichen Fehlern enthalten hatten. Die Zugehörigkeit des Textes ins 11. Jahrhundert nahm Kehr aufgrund des Formulars an und ordnete ihn Benedikt IX. zu unter Hinweis auf ein Judikat von 1155 (April 10) (Pietro Fedele, S. Maria in Monasterio, ASRSP 29/1906, 183-227, 205) zugunsten von S. Maria in Monasterio (vgl. n. 156), worin auf die Urkunde eines Benedikt-Papstes hingewiesen wird. Zimmermann nimmt an, S. Agnese sei nicht Empfänger der Urkunde gewesen (wie noch Kehr gemeint hatte), sondern nur in der Besitzliste erwähnt. Er hält wegen dieser Zusammenhänge S. Maria in Monasterio für den Empfänger; unter diesen Umständen ist es möglich, dass es sich bei der Bestätigung von Curte veteri für S. Maria in Monasterio (n. 156) um einen im überlieferten Fragment nicht mehr erhaltenen Teil dieser Urkunde handelt.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 157, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1032-00-00_7_0_3_5_1_157_157
(Abgerufen am 25.07.2017).