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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Johannes (XIX.) schickt den Bischof Johannes von Porto mit einem kurzen Brief über dessen Vision (vgl. n. 115) an Abt Odilo von Cluny.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Jotsald, Vita Odilonis II 16 (Staub, MG SS rer. Germ. 68/1999, 222f.; Migne, PL 142, 927ff.); Petrus Damiani, Vita s. Odilonis (Migne, PL 144, 937f.); Helinand von Froidmont, Chr. 1025 (Migne, PL 212, 927).  Reg.: – .  Lit.: vgl. n. 115.

Kommentar

Der Visionär selbst (vgl. n. 115) wurde vom Papst zum Gesandten bestimmt, der Odilo informieren sollte, dass durch seine und seines Klosters Fürbitte der verstorbene Papst Benedikt VIII. Erlösung von den jenseitigen Strafen finden könne. Der Legat reiste aber nur bis nach Pavia und überließ die Expedition des Briefes von dort dem Propst Petrus von S. Maiolo in Pavia (attigit Papiam ... pertaesus itineris labore d. Petro cellae b. Maioli praeposito), welcher ihn dem Abt in Cluny aushändigte. Hüls, Kardinäle 118 nimmt irrtümlich an, Bischof Johannes von Porto sei als Legat für Benedikt IX. nach Pavia gereist. Der Klostervorsteher wiederum versammelte die Mönche und ordnete Gebete und Almosen für die Seele des verstorbenen Papstes an, woraufhin dieser einem Mönch in Cluny in einer weiteren Vision erschienen sei und von seiner Erlösung berichtet habe. Vgl. n. 6, n. †16. Die Frage, in welchem Maß die Quellenaussagen ein tatsächliches Geschehen beschreiben oder stärker als hagiographischer Kommentar zum Abbiat des Odilo bzw. als Verunglimpfungen der Tuskulanerpäpste durch spätere Reformanhänger zu verstehen sind, lässt sich nicht entscheiden. Siehe auch n. 117 und zu weiteren Legationen des Johannes von Porto n. 179, n. 246, n. 298.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 116, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1029-06-00_2_0_3_5_1_116_116
(Abgerufen am 24.10.2017).