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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Johannes (XIX.) verleiht (concedo) dem Kloster Cluny (D. Mâcon) unter Abt Odilo (Odiloni ... Cluniacensi abbati) einen von (Graf) Wigo (IV.), Großvater des gleichnamigen Zeitgenossen Wigo des Jüngeren, dem heiligen Petrus geschenkten Grundbesitz in Le Champsaur gegen die Zahlung eines jährlichen Zinses (terrulam, que sita est in regione, que vocatur Camsaurus, quam bone memoriae Wigo maior dedit s. Petro, avus ... presentis Wigonis iunioris). – Ex parte Dei et s. Petri ...D. Humbertus ep. Valentinus propria manu hoc firmavit. D. Wigo frater ipsius similiter ..., a. I. consecrationis d. Conradi imperatoris.

Überlieferung/Literatur

Orig.: – .  Kop.: 1) ca. 1100, Paris, Bibl. nat., Ms. lat. nouv. acq. 2262 p. 22; 2) ca. 1100, Paris, Bibl. nat, Ms. lat. nouv. acq. 2262 p. 28; 3) 1789, Paris, Bibl. nat., Coll. Moreau 20 fol. 101.  Drucke: Analecta Iuris Pontificii X 325; Bresslau, Konrad II 488f.; Bernard/Bruel, Recueil de Cluny IV 1 n. 2798; Zimmermann, PUU II 1085 n. 571.  Reg.: Roman, Tableau hist. des Hautes-Alpes II 3; Chevalier, Régeste dauphinois I 285 n. 1698; Santifaller, Verzeichnis 57 n. 45; JL 4080.  Lit.: Alfredde Terrebasse, Oeuvres posthumes. Notice sur Dauphine de Viennois (Vienne 1875) 38; Bresslau, Konrad II 488f.; Sackur, Cluniacenser II 194f.; Manteyer, Origines 21ff.; Previté Orton, History of Savoy 26; Smith, Cluny 150; Letonnelier, Cluny 60; Menzer, Jahresmerkmale 60; Bresslau, Urkundenlehre ³II 421; Hourlier, St-Odilon 95; Cowdrey, Cluniacs 21; Herrmann, Tuskulanerpapsttum 140; Trillmich, Konrad 222ff.; Kortüm, Urkundensprache 254ff.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Santifaller, Verzeichnis und Zimmermann, PUU. Die nur fragmentarisch tradierte Urkunde ist – in ihrer heutigen Textgestalt – nicht kanzleigemäß ausgestellt. Dies könnte in der lückenhaften Eintragung in das Chartular Clunys seinen Grund haben oder darin, dass es sich um eine Empfängerausstellung handelt. Terrebasse und Roman bezweifeln die Echtheit, insbesondere im Hinblick auf die Subskribenten. Dagegen macht Bresslau die Anwesenheit Bischof Humberts von Valence (1027-1039) und seines Bruders, Graf Wigos VI. von Albon, im Gefolge König Rudolfs III. von Burgund bei der Kaiserkrönung Konrads II. plausibel (vgl. n. 79, n. 80, n. 95) und damit die Korrektheit der Unterschriftenliste. Diese beiden Subskribenten sind demnach Enkel Wigos IV., der den fraglichen Besitz (am Ende des 10. Jahrhunderts) dem hl. Petrus tradiert haben soll, welchen der Papst nun mit der Zustimmung der Erben an Cluny übertrug. Johannes XIX. behält sich dabei den bisher geleisteten Jahreszins aus dem Grundbesitz vor, was den Schenkungsakt zu einer reinen Übertragung der Besitzverwaltung werden lässt. Datiert ist nach der Kaiserkrönung Konrads II., die auch zur näheren zeitlichen Bestimmung heranzuziehen ist; diese Schenkung steht im Zusammenhang mit weiteren Cluny betreffenden Urkunden Johannes' XIX. n. 82, n. 84, n. 85, n. 86. Zum Komplex der Urkunden Johannes' XIX. für cluniazensische Empfänger vgl. auch n. †11, n. 42.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 83, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1027-03-00_1_0_3_5_1_83_83
(Abgerufen am 26.03.2017).