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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Patriarch Poppo von Aquileia betreibt bei Papst Johannes (XIX.) die Einberufung eines römischen Konzils.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Vitae patriarcharum Aquileiensium (Muratori, SS rer. Ital. XVI 11).  Reg.: – .  Lit.: Bresslau, Konrad I 156f.; Kehr, Rom und Venedig 88; Herrmann, Tuskulanerpapsttum 96f.

Kommentar

Die in der Notiz der Bistumschronik: Hic (Popo) apud ... papam Johannem et Conradum imperatorem fieri Romae concilium procuravit festgehaltene Aktivität stellt die Fortsetzung des Konfliktes um das Patriarchat zwischen Aquileia und Grado dar. Nachdem die Synode 1024 (n. 56) und der Papst (n. 57, n. 58) zugunsten Grados entschieden hatten, ohne Aquileias Ansprüche in aller Schärfe zurückzuweisen, konnte Patriarch Poppo, der alle gegen ihn gerichteten Maßnahmen ignoriert hatte, erstmals 1026 wieder an die Erreichung seiner Ziele denken. In diesem Jahr kam Konrad II. nach Italien, dessen Politik der Patriarch unterstützte. Die Anstrengungen zur Berufung einer Synode waren erfolgreich, denn am 6. April 1027 wurde bei der Krönungssynode Konrads II. zugunsten Aquileias entschieden (n. 95).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 73, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1026-03-00_1_0_3_5_1_73_73
(Abgerufen am 25.05.2017).