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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst (Johannes XIX.) bittet den Bischof (Roho) von Angoulême (de episcopo Engolismensi) um die Bestätigung der Absolution eines Gläubigen seiner Diözese.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Acta Concilii Lemovicensis (1031 November 18/19) (Mansi,Conc. XIX 547f.).  Reg.: – .  Lit.: Herrmann, Tuskulanerpapsttum 120f.; Becquet, Concile de Limoges 54f.

Kommentar

Im Anschluss an den Bericht über den Konflikt Johannes' XIX. mit Bischof Stephan IV. von Clermont um die Absolution des Grafen Pontius von Auvergne (vgl. n. 33, n. 34, n. 35) erzählt ein Teilnehmer des Konzils, das in Limoges am 18. und 19. November 1031 tagte (vgl. Pontal, Conciles de la France 113f., 129ff.; Palazzini, Dizionario dei Concili II 279f.), von einem Gläubigen der Diözese Angoulême. Dieser war von seinem Bischof exkommuniziert worden, hatte sich ohne bischöfliche Erlaubnis nach Rom gewandt und vom Papst unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Absolution erhalten. Das päpstliche Schreiben, mit dem der Bischof zur Bestätigung dieses Gnadenaktes aufgefordert wurde, habe dieser zurückgewiesen: Quidam ... excommunicatus ... sine licentia episcopi sui papae Romano subripuit poenitentiae legem, et litteras ex nomine eius episcopo detulit ..., quibus episcopum rogabat apostolicus, quatenus illi poenitentiam, quam imposuerat, affirmaret. Allerdings entlarvte der Bischof den päpstlichen Brief als Fälschung (non credere possum hoc mandatum ab eo [apostolico] exaratum), weil der Papst vom Bischof erbat, was im Gegenteil der Untergebene vom Übergeordneten hätte erbitten sollen. Die Identifizierung des namentlich nicht genannten Papstes als Johannes XIX. und die Datierung erfolgen aufgrund des Zusammenhanges mit der Clermont betreffenden Angelegenheit n. 33, n. 34, n. 35 und der Tatsache, dass der Berichterstatter vor der Synode im November 1031 seinen Bericht mit den Worten Vidi nuper beginnt. Der Name des Bischofs von Angoulême ist in der Quelle nicht genannt; JulesDe La Martinière, Angoulême (DHGE III 242-257) 256 nennt 1018-1036 den Bischof Roho. Zur Synode vgl. auch n. 28, n. 29, n. 33, n. 34, n. 35.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. †30, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1024-11-19_3_0_3_5_1_30_D30
(Abgerufen am 24.05.2017).