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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,1

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Papst Johannes (XIX.) wird von Abt Wilhelm von St-Bénigne in Dijon in einem Brief aufgefordert, der Simonie bei den Prälaten entgegenzuwirken.

Überlieferung/Literatur

Insert: Rodulf Glaber, Vita s. Guilelmi Divionensis 19 (Migne, PL 142, 713; Bulst/France/Reynolds 282; fragm.).  Druck: Migne, PL 141, 1157.  Reg.: Chevrier/Chaume, Chartes II 247.  Lit.: Sackur, Cluniacenser II 173; Saltet, Réordinations 181f.; Mann, Popes V 213f.; Williams, William of Dijon 528; Schieffer, Heinrich und Konrad 425; Bulst, Klosterreformen 216, 251f., 275; Dessì, Double conversion d'Arduin d'Ivrée 339f.

Kommentar

Der Brief ist nur innerhalb der Wilhelm-Vita von Rodulf Glaber überliefert, und auch hier nur fragmentarisch. So sind weder der Adressat noch der Absender im Text selbst genannt, sondern nur dessen die Simonie betreffenden Kernsätze wörtlich angeführt. Als Verfasser benennt Rodulf Glaber jedoch Wilhelm von Dijon, als Adressaten Johannem papam. Dabei ist eher an Johannes XIX. als an Johannes XVIII. zu denken (vgl. Bulst). Der erstere wird von Rodulf Glaber auch in den Historien IV 4 (Prou 93f.; France 176; Arnoux 228) mit Simonie in Verbindung gebracht: largitione pecuniae ... ex laicali ordine neophitus constitutus est praesul (vgl. n. 1) (vgl. dazu: Sennis, Giovanni XIX 135). Datiert wird mit Chevrier/Chaume und Bulst in den Anfang des Pontifikats Johannes' XIX. Ob der überlieferte Text aus einem Brief Wilhelms stammt, ist nicht sicher zu entscheiden; vielleicht wurde die ganze Passage von Rodulf Glaber stilisiert (vgl. n. 37).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,1 n. 41, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1024-05-00_1_0_3_5_1_41_41
(Abgerufen am 25.09.2017).