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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Der von Heinrich nach Italien entsandte Graf Eberhard hält auf den Roncaglischen Feldern eine Versammlung ab, auf der die Anhänger der Pataria zu Feinden des Königs erklärt werden und die Mailänder die Zusage erhalten, der König werde jeden Vorschlag zur Besetzung des Mailänder Bischofsstuhles akzeptieren.

Überlieferung/Literatur

Bonizo, Ad amic. VII (Ldl 1, 605).

Kommentar

Der hier genannte Graf Eberhard ist nicht mit dem gleichnamigen Grafen von Nellenburg identisch (so Giesebrecht 53, 341); vgl. Hils, Die Grafen von Nellenburg im 11. Jh. (1967) 75 ff. und 112. Vielmehr handelt es sich um den 1073 exkommunizierten Ratgeber Heinrichs IV. (vgl. Reg. 625). – Nach Bonizo, Ad amic. VII (Ldl 1, 605) soll Graf Eberhard auch in der nahegelegenen Stadt Piacenza eingegriffen haben, wo die patarinisch gesinnten Anführer verjagt bzw. zur Übergabe gezwungen wurden. Weniger Erfolg hatte dagegen sein Versuch, auch in Cremona einzuwirken. – Meyer von Knonau, Jbb. 2, 571 ff.; Hilpert, Zum ersten Investiturverbot nach Arnulf von Mailand, DA 43 (1987) 189 f.; Thomas, Gregors VII. imperiale Politik (Festschr. E. Hlawitschka 1993) 261; Englberger, Gregor VII. und die Investiturfrage (1996) 81; Zumhagen, Religiöse Konflikte und kommunale Entwicklung (2002) 154; Althoff, Heinrich IV. (2006) 126; sowie Reg. 782.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 760, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-09-28_1_0_3_2_3_760_760
(Abgerufen am 27.02.2017).