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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich beabsichtigt entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung, die Großen des Reiches an den Verhandlungen mit Gregor VII. zu beteiligen.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in dem Brief Gregors VII. an Beatrix (von Tuszien-Canossa) und deren Tochter Mathilde vom 11. September 1075, Reg. III, 5 (MGH Epp. sel. 2, 252).

Kommentar

Heinrich IV. hat dem Papst seine Absichtsänderung nicht direkt, sondern über die Markgräfin Beatrix und deren Tochter Mathilde mitgeteilt. Vorausgegangen war eine Anfrage Heinrichs IV. an Beatrix und Mathilde bezüglich der Gestaltung seiner Beziehungen zur römischen Kirche, die wohl durch Herzog Gottfried den Buckligen von Niederlothringen vermittelt worden sein dürfte. – Gregor VII., der am Friedenswillen des Königs ernsthafte Zweifel hegte, hat sich jedoch entschieden gegen dieses Ansinnen ausgesprochen. – Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Absichten Heinrichs IV. läßt im historischen Rückblick auch Donizo, V. Mathildis I, 19 v. 1264–1270 (RIS2 5,2 49) erkennen. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 567 f.; Erdmann, Studien 272; Schneider, Prophetisches Sacerdotium (1972) 130; Mohr, Geschichte des Herzogtums Lothringen 2, 60 f.; Cowdrey, Pope Gregory VII (1998) 129 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 753, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-09-11_2_0_3_2_3_753_753
(Abgerufen am 25.07.2017).