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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verleiht nach Abbruch des Zuges ins sächsisch-böhmische Grenzgebiet Herzog Vratislav (II.) von Böhmen die durch den Tod des Markgrafen Dedi (des Älteren von der Niederlausitz) erledigte sächsische Ostmark.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 232); Cosmas, Chron. II, 39 (SS n. s. 2, 141).

Kommentar

Die Verleihung der Markgrafschaft erfolgte Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 232) zufolge ungeachtet der Erbansprüche des Sohnes Dedis (Heinrich [I. von Eilenburg]), der sich bei Heinrich IV. in Geiselhaft befand. Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 512 f. mit Anm. 81. – Schon frühzeitig hat sich in den Marken offenbar ein erblicher Anspruch der jeweils herrschenden Geschlechter geltend gemacht. Vgl. Waitz, DVG 7, 90 f. – Zum Verhältnis der Wettiner zu Heinrich IV. vgl. Pätzold, Die frühen Wettiner (1997) 22. – Aus böhmischer Perspektive zu diesen Vorgängen vgl. K. Richter, in: HB d. Geschichte d. böhmischen Länder 1, 228, der die Belehnung Herzog Vratislavs als "ersten Lohn" für dessen Parteinahme gegen die Sachsen bezeichnet. – Über die von einem Grafen Boto (nach Holder-Egger, SS rer. Germ. [1894] 232 Anm. 3 der Vogt der Pfalz zu Goslar) zur Verhinderung eines sächsischen Überfalls angewandte List eines Rückzugs des königlichen Heeres auf Umwegen vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 525 Anm. 94. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 525 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 759, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-09-00_4_0_3_2_3_759_759
(Abgerufen am 27.05.2017).