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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich erklärt Bischof Benno von Meißen wegen angeblichen Hochverrats für schuldig, setzt ihn gefangen und zieht dessen Güter sowie diejenigen Markgraf Ekberts (II.) ein, die er seinem Getreuen Udalrich von Godesheim (Goßam ?) verleiht.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 231); Bruno, Bell. Saxon. c. 56 (MGH Dt. MA 2, 52) mit fälschlichem Bezug auf die Zeit unmittelbar nach Unterwerfung der Sachsen.

Kommentar

Bischof Benno von Meißen und Markgraf Ekbert II. werden von Lampert 1073 (SS rer. Germ. [1894] 149 f.) bereits als Teilnehmer der Verschwörung des Jahres 1073 genannt, was hinsichtlich Bennos unzutreffend sein dürfte (vgl. Reg. 637). – Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 231) betont die neutrale Haltung Bischof Bennos während des Sachsenkrieges. Vgl. Schlesinger, Kirchengeschichte Sachsens 1 (1962) 119. – Zur Position Markgraf Ekberts vgl. Brüsch, Brunonen (2000) 69 ff. – Ekbert II. von Meißen, der von Lampert 1076 noch als puer bezeichnet wird (SS rer. Germ. [1894] 273), könnte mittlerweile der Gemahl Odas, der Tochter Markgraf Ottos von Meißen und der Adela von Brabant, gewesen sein. Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 523 Anm. 92. – Über Udalrich von Godesheim (Goßam ?), der hier in abträglicher Weise als Godeshaz bezeichnet wird, vgl. Bruno, Bell. Saxon. c. 56 (MGH Dt. MA 2, 52); sowie Reg. 625. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 523 ff.; Schlesinger, Kirchengeschichte Sachsens 1 (1962) 119; Rittenbach-Seifert, Geschichte der Bischöfe von Meißen (1965) 67 f.; Schwineköper, Königtum und Städte (1977) 91 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 758, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-09-00_3_0_3_2_3_758_758
(Abgerufen am 30.05.2017).