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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich untersagt Bischof Hezilo von Hildesheim die Ausübung bischöflicher Rechte, insbesondere der Gerichtsbarkeit, in Goslar.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in dem Brief H(ezilos) von Hildesheim am König H(einrich IV.) H 13 (MGH Briefe d. dt. Kaiserzeit 5, 31 f. no 13).

Kommentar

Das Schreiben Bischof Hezilos von Hildesheim steht in engem chronologischen und sachlichen Zusammenhang mit dem gleichfalls an Heinrich IV. gerichteten Brief H 12 (MGH Briefe d. dt. Kaiserzeit 5, 30 f. no 12), der nicht, wie Meyer von Knonau, Jbb. 2, 234 mit Anm. 82 annahm, zu 1073 gehört, sondern kurz vor der Schlacht bei Homburg am 9. Juni 1075 (Reg. 741) anzusetzen ist. Durch die Bezugnahme auf eine kurz zuvor erfolgte legatio verweist das Schreiben deutlich auf Brief H 12. Vgl. Erdmann, Studien 140 ff. – Ein Verbot der Ausübung bischöflicher Rechte in Goslar war nur im Sommer 1075 aus einer Position der Stärke nach Heinrichs IV. Sieg über die Sachsen möglich. – Bei seinen Plünderungszügen durch Sachsen nach seinem Sieg an der Unstrut hat Heinrich IV. das Bistum Hildesheim unversehrt gelassen. Spätestens im Herbst 1075 scheint es zu einer Aussöhnung mit Heinrich IV. gekommen zu sein, wofür der Bischof allerdings eine beträchtliche Geldsumme zu entrichten hatte. Vgl. Chron. Hild. c. 17 (SS 7, 854); hierzu Meyer von Knonau, Jbb. 2, 508 Anm. 75. – Vgl. Erdmann, Studien 141 ff.; Goetting, Hildesheimer Bischöfe (Germania Sacra N. F. 20, 3 1984) 284 und 286; Schubert, Geschichte Niedersachsens 2/1 (1997) 306 mit Anm. 348.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 744, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-06-10_3_0_3_2_3_744_744
(Abgerufen am 21.07.2017).