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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich erfährt durch eine Mailänder Gesandtschaft vom Tod Erlembalds, des Führers der Pataria genannten Volksbewegung, und wird zugleich um die Nominierung eines Kandidaten für den erzbischöflichen Stuhl gebeten.

Überlieferung/Literatur

Arnulf. Mediol. V, 2 (SS 8, 29 = SS rer. Germ. [1994] 221); Bonizo, Ad amic. VII (Ldl 1, 604 f.); vgl. Land. Mediol. III, 30 (RIS2 4,2 123); Land. Mediol. iun. c. 66 (RIS2 5,3 38).

Kommentar

Zum Ablauf der Mailänder Ereignisse, an deren Ende die Ermordung Erlembalds stand, vgl. Arnulf. Mediol. IV, 8–10 (SS rer. Germ. [1994] 212 ff.): Nachdem eine Feuersbrunst die Mailänder Innenstadt verwüstet hatte, sammelten sich die Gegner der Pataria außerhalb der Stadt und legten im Rahmen einer Schwureinung fest, nur einen von Heinrich IV. eingesetzten Erzbischof zu akzeptieren. Nach der Rückkehr in die Stadt kam es zu Auseinandersetzungen, bei denen Erlembald, der Führer der Pataria, durch Arnald (von Rhò) getötet und der Priester Liutprand verstümmelt wurde. – Zur Familie Arnalds vgl. Keller, Adelsherrschaft (1979) 77 Anm. 58. – Der Todestag Erlembalds dürfte der 15. April gewesen sein; vgl. Zey in der Edition Arnulfs von Mailand 216 Anm 90. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 474 ff. und 571; Storia di Milano III, 196 ff.; Keller, Die soziale und politische Verfassung Mailands, HZ 211 (1970) 51; ders., Pataria und Stadtverfassung (VuF 17, 1973) 345 f.; Golinelli, La pataria (1984) 21 f.; K. Schulz, "Denn sie liebten die Freiheit" (21995) 40; Zumhagen, Religiöse Konflikte und kommunale Entwicklung (2002) 95 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 734, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-04-15_1_0_3_2_3_734_734
(Abgerufen am 27.03.2017).