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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Erzbischof Liemar (von Bremen), Markgraf Udo (von der Nordmark) sowie der Bischof (Hezilo) von Hildesheim werden von den Sachsen mit einer erneuten Gesandtschaft betraut, mit dem Auftrag, Heinrich IV. und die Reichsfürsten unter Gestellung sächsischer Geiseln um die Wiederherstellung des Frieden zu bitten.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 230).

Kommentar

Liemar von Bremen und Markgraf Udo waren bereits mit der vorangegangenen Gesandtschaft zu Heinrich IV. betraut worden (Reg. 755). – Nach der Darstellung Lamperts 1075 (SS rer. Germ. [1894] 230) sollen die Unterhändler beauftragt worden sein, jetzt auch die Anerkennung solcher Bußen zu versprechen, die über ihre Gesetze und Standesrechte hinausgehen (supra leges et natales suos). – Die Gesandtschaft richtete sich nunmehr nicht nur an den König, sondern auch an die Reichsfürsten. Durch einen Zug nach Böhmen soll sich Heinrich IV. jedoch einer erneuten Unterredung mit den sächsischen Unterhändlern entzogen haben (Lampert 1075 [SS rer. Germ. 1894, 230 f.]); vgl. Reg. 757. – Zu den folgenden Verhandlungsplänen zwischen sächsischen und königlich gesinnten Fürsten vgl. Reg. 764. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 519 f.; May, Regesten d. Erzbischöfe von Bremen 357; Erdmann, Studien 143; Fenske, Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung (1977) 68; Goetting, Hildesheimer Bischöfe (Germania Sacra N. F. 20, 3 1984) 286; Schubert, Geschichte Niedersachsens 2/1 (1997) 291 und 306.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 756, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-00-00_3_0_3_2_3_756_756
(Abgerufen am 23.10.2017).