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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Erzbischof Liemar (von Bremen) und Markgraf Udo (von der Nordmark) werden als Unterhändler der Sachsen mit dem Auftrag, Zeit und Ort für deren Unterwerfung zu vereinbaren, zu Heinrich gesandt, der den für einen neuerlichen Feldzug anberaumten Sammelpunkt am 22. Oktober in Gerstungen als Termin benennt, an welchem die Sachsen sich dem Urteil der Reichsfürsten stellen mögen.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 229 f.).

Kommentar

Nach dem Bericht Lamperts 1075 (SS rer. Germ. [1894] 229) sollen die Sachsen Heinrich IV. zur Vermeidung eines neuen Kriegszuges zugesagt haben, ihm entsprechend einem Urteilsspruch der Fürsten (iuxta iurisdictionem omnium regni principum) jegliche Genugtuung unter Zusicherung von Leben und Freiheit (omnem satisfactionem . . . salva modo vita et libertate) zu leisten. – Vorausgegangen waren mehrere konfliktreiche Zusammenkünfte der Sachsen und Thüringer nach dem Abzug Heinrichs IV.; vgl. Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 228 f.); sehr allgemein Bruno, Bell. Saxon. c. 53 (MGH Dt. MA 2, 50 f.). – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 518 f.; May, Regesten d. Erzbischöfe von Bremen 357; Fenske, Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung (1977) 68; Giese, Stamm der Sachsen (1979) 160; Schubert, Geschichte Niedersachsens 2/1 (1997) 291.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 755, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-00-00_2_0_3_2_3_755_755
(Abgerufen am 20.01.2017).