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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich gelingt es, die Sachsen zu entzweien, indem er einzelne Große (principes), insbesondere jene, die auf beiden Seiten ihre Güter hatten (maior[es], qui bona in utrisque regionibus habebant), aber auch Vasallen (militaris ordinis) und sogar Knechte (famul[i]) auf seine Seite zieht, dazu auch die meisten sächsischen Bischöfe mit Ausnahme (Werners von) Magdeburg, (Burchards von) Halberstadt, (Werners von) Merseburg und (Immads von) Paderborn, während sich die Sachsen mit ihrem an einzelne Große aus dem königlichen Lager gerichteten Ansinnen, zur Lösung des Konflikts ein allgemeines Fürstengericht einzuberufen, nicht durchzusetzen vermögen.

Überlieferung/Literatur

Bruno, Bell. Saxon. c. 37, 39 und 41 (MGH Dt. MA 2, 38 ff.); vgl. Lampert 1075 (SS rer. Germ. [1894] 210 ff.).

Kommentar

Lampert von Hersfeld berichtet von diesen Versuchen nichts, sondern schiebt – wenig plausibel – alle Verhandlungen auf die Zeit nach Ostern, wobei durchaus vergleichbare Elemente auftauchen. – Nach der Zerstörung der Harzburg (vgl. Reg. 699) war es nicht mehr zu Unternehmungen Heinrichs IV. gegen die Sachsen gekommen, wenngleich zu Weihnachten 1074 in Straßburg über derartige Maßnahmen verhandelt worden sein soll (vgl. Reg. 724). – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 485 ff.; Leidinger, Westfalen im Investiturstreit, Westfälische Zeitschrift 119 (1969) 282 f.; Giese, Stamm der Sachsen (1979) 159.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 731, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1075-00-00_1_0_3_2_3_731_731
(Abgerufen am 19.10.2017).