Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

Sie sehen den Datensatz 717 von insgesamt 1572.

Heinrich bestätigt eine von Graf Adalbert (II. von Calw) getroffene Verfügung zugunsten des Klosters Hirsau, dessen Vogt dieser ist.

Überlieferung/Literatur

Haimo, V. Wilh. c. 2 (SS 12, 212): cyrographum infideliter composuit, . . . regioque sigillo . . . firmari impetravit.

Kommentar

Das von Gladiß angenommene Deperditum von der Hand des Adalbero A aus dem Jahre 1071 für Hirsau (D. *241), das der angeblichen Fälschung D. 280 zugrundegelegen haben soll, hat es nicht gegeben. Heinrich IV. hat vielmehr lediglich eine Privaturkunde Adalberts II. von Calw bestätigt. – Diese Urkunde hat vermutlich bereits einen Passus über die freie Abtswahl und die königliche Bannleihe an den Erbtvogt enthalten. Vgl. Jakobs, Das Hirsauer Formular und seine Papsturkunde, in: Hirsau II (1991) 94. – Die Verfügung des Grafen Adalbert wurde von Gregor VII. unter Vorbehalt (hos [sc. modos] dumtaxat, qui canonicis sanctionibus non obsistunt) bestätigt (Santifaller, Quellen und Forschungen zum Urkunden- und Kanzleiwesen Papst Gregors VII., 1. Teil [1957] 71 ff. no 88; JL 5279). Zur Datierung vgl. Jakobs, Eine Urkunde und ein Jahrhundert, ZGO 140 (1992) 44. – Zum sog. Hirsauer Formular vgl. Reg. 762. – Vgl. Jakobs, Das Hirsauer Formular und seine Papsturkunde, in: Hirsau II (1991) 87 ff.; ders., Eine Urkunde und ein Jahrhundert, ZGO 140 (1992) 44 ff.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 717, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1074-10-00_1_0_3_2_3_717_717
(Abgerufen am 26.07.2017).