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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verwirft angesichts der sächsischen Forderungen den von ihnen in Aussicht gestellten Frieden und beschließt seinerseits, ein Heer zum Kampf gegen die Sachsen zu führen.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1074 (SS rer. Germ. [1894] 178).

Kommentar

Neben der Schleifung der von Heinrich IV. errichteten Burgen und einer allgemeinen Amnestie für die Sachsen und wohl auch die Thüringer soll von sächsischer Seite die Rückerstattung eingezogener Erbgüter, die Respektierung sächsischen Stammesrechts sowie die Aufgabe Goslars als Standquartier gefordert worden sein. – Die Forderung nach Wiedereinsetzung Ottos von Northeim in das Herzogtum Bayern (ut duci Ottoni . . . ducatum Baioariae reddat) hält Meyer von Knonau, Jbb. 2, 322 Anm. 19 für insgesamt unglaubwürdig. Borchert, Herzog Otto von Northeim (2005) 120 Anm. 458 bezweifelt zwar, "daß sie in den offiziellen Katalog der vom Salier zu erfüllenden Forderungen aufgenommen wurde", schreibt ihr jedoch den "Charakter einer internen Abmachung" zu. Vgl. auch die Bemerkungen zu Reg. 663. – Angesichts der Unmöglichkeit, in der Kürze der Zeit und mit unzureichender Truppenzahl einen militärischen Erfolg gegen die Sachsen zu erringen, verweigerten sich jedoch die Fürsten nach anfänglichen Versprechungen dem königlichen Gebot. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 321 ff.; Giese, Stamm der Sachsen (1979) 158.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 688, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1074-01-27_5_0_3_2_3_688_688
(Abgerufen am 28.05.2017).