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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich wirbt bei den Liutizen und beim König der Dänen (Sven Estridson) um Unterstützung gegen die Sachsen.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1073 (SS rer. Germ. [1894] 163 f.).

Kommentar

Derartige Versuche sind allerdings ohne Einwirkung auf die Sachsen geblieben. Lampert von Hersfeld hat hier seiner Darstellung unsichere Gerüchte über Beunruhigungen an der sächsischen Grenze zugrunde gelegt. Möglicherweise ist die sächsische Erhebung gegen Heinrich IV. zu eigenmächtigen Streifzügen sowohl von liutizischer als auch von dänischer Seite benutzt worden. Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, Exkurs I, 819 f. – Doch berichtet auch Bruno, Bell. Saxon. c. 36 (MGH Dt. MA 2, 37 f.) von Versuchen Heinrichs IV., den Herzog Vratislav (II.) von Böhmen, den Dänenkönig (Sven Estridson) sowie die heidnischen Liutizen als Bündnispartner gegen die Sachsen zu gewinnen. – Nach Lamperts Aussage sollen die Liutizen ein höheres Geldangebot von den Sachsen erhalten haben, während die dänischen Truppen sich bei ihrer Weigerung auf die traditionellen sächsischen Hilfeleistungen beriefen. – Zum angeblichen Vertrag Heinrichs IV. mit den Dänen von 1071 vgl. Reg. 578. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 286 f.; Schubert, Geschichte Niedersachsens 2/1 (1997) 178.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 661, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1073-10-00_1_0_3_2_3_661_661
(Abgerufen am 28.05.2017).