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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich bestätigt Gründung und Dotierung des Klosters Rott am Inn in der Grafschaft Arnulfs durch die Familie des Markgrafen Kuno (I. von Rott), verleiht Schutz und Immunität und bestätigt den Besitz an genannten Orten. – Egilbertus canc. vice Uuilligisi archicapellani; Fälschung (erste Hälfte 13. Jh.) ohne echte Grundlage; M. Regalis dignitas et imperialis maiestas.

Originaldatierung:
(non. sept., Ratispone)

Überlieferung/Literatur

Kop.: Originaltranssumpt Ks. Friedrichs II. von März 1226, Hauptstaatsarchiv München (B); Traditiones Rotenses P. Wolfgangi Dullinger (1723) Bd. 1 p. 3 n° 2, ebenda (D1); Liber traditionum Aurisco-Rotensium (1725/30) Bd. 1 p. 3 n° 2 "ex revisione membranea cum sigillo reverendissimi Ekardi Eberspergenis de anno 1466", ebenda (D2). – Drucke: Wenzel, CD Arpadianus continuatus 1, 27 n° 5 Auszug aus B zu 1074 = Zahn, Steiermärkisches UB 1, 84 n° 76 Auszug; Huillard-Bréholles, Historia diplomatica Friderici secundi 2a, 543 aus B; Monumenta Boica 1, 352 n° 3 aus D; MGH DD 6, 336 n° † 263; Weltin-Zehetmayer, Niederösterreichisches UB 1, 377 no † 30a aus B. – Reg.: Monumenta Boica 31a, 365 n° 195 nach B zu anno 1086 fine mens. Martii potius quam 1073 Sept. 5; Böhmer 1855; Stumpf 2767.

Kommentar

Ein Aufenthalt Heinrichs IV. in Regensburg ist zu diesem Zeitpunkt höchst unwahrscheinlich. Vgl. Kilian, Itinerar 61 f. – Für die Corroboratio wurde ein unbekanntes DH.II. benutzt, dessen Eschatokoll dem Fälscher als Muster diente. – Die Fälschung entstand vermutlich erst kurz vor 1226 und ist damit jünger als die Besitzbestätigung Papst Alexanders III. vom 4. April 1179 (JL 13358; Germ. pont. 1, 358 no 7). – Während der Sohn des Stifters, Kuno, tatsächlich erst in der Schlacht bei Höchstädt (11. August 1081) gefallen ist, wird er in der Fälschung bereits als verstorben erwähnt. – Für eine zumindest inhaltliche Richtigkeit der Überlieferung plädieren Guttenberg-Kraft, Gau Sualafeld und Grafschaft Gaisbach, Jb. f. fränk. Landesforschung 8/9 (1943) 194 Anm. 73; Pirchegger-Dungern, UB des Herzogtums Steiermark, Ergänzungsheft 14 n° 4; sowie Noichl, Gründung und Frühgeschichte des Klosters Rott, in: Rott am Inn (1983) 10. – Die tatsächliche Gründung des Klosters Rott am Inn erfolgte laut Hemmerle, Benediktinerklöster in Bayern (Germania Benedictina 2, 1970) 266 zwischen 1081 und 1085. – Zu den Motiven der Fälschung eingehend Noichl, Gründung und Frühgeschichte des Klosters Rott, in: Rott am Inn (1983) 7 ff. – Ortsnamen: Rota = Rott am Inn sö. München. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 268 Anm. 137; Weltin-Zehetmayer, Niederösterreichisches UB 1, 380 f. (Kommentar).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 659, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1073-09-05_1_0_3_2_3_659_659
(Abgerufen am 26.03.2017).