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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verlagert auf die Nachricht von der aufgebrachten Stimmung der Sachsen hin die Hofhaltung auf die Harzburg und führt die Reichsinsignien und einen Teil des Königsschatzes mit, wobei er von den Bischöfen Eberhard (Eppo) von Naumburg-Zeitz, Benno (II.) von Osnabrück und Friedrich von Münster sowie von seinem Kaplan Siegfried begleitet wird.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1073 (SS rer. Germ. [1894] 153); Bruno, Bell. Saxon. c. 23 (MGH Dt. MA 2, 27 f.); Ann. Altah. 1073 (SS rer. Germ. [1891] 85).

Kommentar

Die Harzburg nennen sowohl Lampert 1073 (SS rer. Germ. [1894] 153) als auch die Ann. Altah. 1073 (SS rer. Germ. [1891] 85). Bruno, Bell. Saxon. c. 23 (MGH Dt. MA 2, 27 f.) berichtet von einem Aufbruch Heinrichs ad urbem suam, den er jedoch bereits auf die Nacht vom 29. zum 30. Juni datiert (vgl. Reg. 637). Es ist freilich nicht ausgeschlossen, daß Heinrich IV. aufgrund der geringen Entfernung zwischen Goslar und der Harzburg in der Zeit vom 29. Juni bis zum 26. Juli zwischen beiden Aufenthaltsorten mehrfach wechselte. Vgl. Kilian, Itinerar 60 Anm. 4; Meyer von Knonau, Jbb. 2, 240 Anm. 87. – Zur Diskussion um die Datierung vgl. Reg. 637. – In der Begleitung Heinrichs IV. befanden sich Bruno, Bell. Saxon. c. 27 (MGH Dt. MA 2, 31) zufolge Bischof Friedrich von Münster (den Lampert zu den Aufständischen zählt) und der königliche Kaplan Siegfried; nach Lampert 1073 (SS rer. Germ. [1894] 153) wurde der König von den Bischöfen Eppo von Zeitz (Eberhard von Naumburg) und Benno (II.) von Osnabrück begleitet. Schließlich dürfte auch Herzog Berthold von Kärnten, der sowohl von Bruno als auch von Lampert von Hersfeld genannt wird, zur Umgebung des Königs gehört haben. Möglicherweise sollte durch ihn das Eintreffen des gegen Polen aufgebotenen Reichsheeres (vgl. Reg. 630) angekündigt werden. Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 249 Anm. 97. – Vgl. Kilian, Itinerar 58 f.; Meyer von Knonau, Jbb. 2, 240 und 248 mit Anm. 97; Steinmetz, Geschichte und Archäologie der Harzburg (2001) 26.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 642, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1073-08-00_1_0_3_2_3_642_642
(Abgerufen am 26.03.2017).