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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Papst Gregor VII. bekundet seine Absicht, zu Heinrich kirchlich gesonnene Männer zu senden, die ihn zur Liebe gegenüber der römischen Kirche als Voraussetzung für die Übernahme des Kaisertums ermahnen sollen.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt im Brief Gregors VII. an Beatrix (von Tuszien-Canossa) und deren Tochter Mathilde, Reg. I, 11 (MGH Epp. sel. 2, 17 ff.); vgl. Bonizo, Ad amic. VII (Ldl 1, 601).

Kommentar

Gregor VII. läßt jedoch keinen Zweifel daran aufkommen, daß er im Falle der Verweigerung Heinrichs IV. auch zur Gegenwehr entschlossen sei. – Die Möglichkeit der Kaiserkrönung wird mit den Worten ad condignam formam suscipiendi imperii angesprochen. – Heinrichs Anwartschaft auf die Kaiserkrönung wird auch in dem wenige Wochen zuvor an Herzog Gottfried (den Buckligen von Niederlothringen) gerichteten Schreiben des Papstes (Reg. I, 9 [14 f.]) vom 6. Mai erwähnt. In Anspielung auf den Königsparagraphen des Papstwahldekrets (c. 6) von 1059 wird er im Brief an Rainald von Como (Reg. I, 20 [33 f.]) vom 1. September als ‚zukünftiger Kaiser Roms' (Rome futurus imperator) angesprochen. Vgl. Schneider, Prophetisches Sacerdotium (1972) 46 f. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 217 f.; Schneider, Prophetisches Sacerdotium (1972) 42 f.; Cowdrey, Pope Gregory VII (1998) 94 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 634, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1073-06-24_1_0_3_2_3_634_634
(Abgerufen am 18.01.2017).