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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verleiht dem Kloster Einsiedeln aufgrund der Intervention der Erzbischöfe Udo von Trier und Gebhard von Salzburg, Bischof Ottos von Konstanz sowie seiner Gemahlin, der Königin Bertha, die Freiheit von jeglicher königlicher Einmischung mit Ausnahme des Schutzes vor räuberischer Beeinträchtigung und gewährt das Recht der freien Abtswahl (libertatem . . . trado, traditam affirmo, scilicet ut nullus successorum meorum . . . se intromittat, nisi forte . . . aliqua . . . raptorum insania surrexerit . . . Cumque abbatem constituendum tempus poposcerit, non . . . regis potestate eis praeponatur, sed quem fratrum electio idoneum iudicaverit, regis tam petitione quam constitutione . . . onus subire cogatur). – Adalbero canc. vice Sigefridi archicanc.; verfaßt und geschrieben von AC; M.; SI. D. Non magnum est carnalia nostra.

Originaldatierung:
(VIIII kal. iun., Avgvste)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Stiftsarchiv Einsiedeln (A). – Drucke: Ringholz, Geschichte von Einsiedeln 1, XVII n° 29 nebst Faks. 64/65; Schieß, Quellenwerk z. Entstehung d. Schweizer. Eidgenossenschaft 1, 1, 43 n° 88 unvollst.; MGH DD 6, 330 n° 260. – Reg.: Mohr, Regesten von Einsiedeln 30 zu Mai 25; Hidber, Schweizer. Urkundenregister 1404; Böhmer 1853 zu Mai 25; Stumpf 2762.

Kommentar

Zur Arenga vgl. Groten, Die Arengen der Urkunden Kaiser Heinrichs IV., AfD 41 (1995) 60 f. – Die Übersetzung von libertas mit ‚Unantastbarkeit' ist in diesem Falle wohl angebracht. Vgl. Seibert, Libertas und Reichsabtei (Salier 2, 1991) 554, der die stillschweigend von seiten des Königtums gebilligte Einbindung Einsiedelns in die herzogliche Kirchenherrschaft als Voraussetzung für "die merkwürdige Selbstbeschränkung" der Verfügung plausibel macht. – Das Wahlrecht war dem Kloster zuletzt mit DO.II. 123 (Böhmer-Mikoletzky, RI 2, 2 no 706) bestätigt worden. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 223; Vogtherr, Reichabteien (2000) 85 f. – Nachurkunden: DH.V. 95 vom 2. Oktober 1111 (Stumpf 3079); DK.III. 22 vom 28. Mai 1139 (Böhmer-Niederkorn, RI 4, 1/2 no 134).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 633, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1073-05-24_1_0_3_2_3_633_633
(Abgerufen am 23.07.2017).