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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich bestätigt dem Stift St. Nikola zu Passau die von seiner Mutter, der Kaiserin Agnes, vorgenommene Übertragung eines Neuntels ihrer Einkünfte in Ybbs und Persenbeug (nonam . . . partem de Ibisibvrch et Persinbiugen). – Deperditum, erwähnt in dem DH.V. 85 vom 25. Juni 1111 (Stumpf 3066).

Überlieferung/Literatur

Drucke: UB des Landes ob der Enns 2, 136 n° 96; MGH DD 6, 689 n° *493.

Kommentar

St. Nikola war von Bischof Altmann von Passau, dem ehemaligen Hofkaplan der Kaiserin Agnes, mit deren Unterstützung wohl um 1067 gegründet worden. Vgl. Oswald,St. Altmanns Leben und Wirken (Festschr. zur 900-Jahr-Feier 1965) 161. – Da die genannten Besitzungen vermutlich aus dem Wittum der Kaiserin Agnes stammten, war eine Zustimmung Heinrichs IV. erforderlich. Es ist daher davon auszugehen, daß auch für diese Übertragung eine Urkunde Heinrichs IV. ausgestellt worden ist. – Zur Datierung vgl. die Bemerkungen zu D. *493 (Nachträge 689). – Ortsnamen: Ibisibvrch = Ybbs am Austritt der Donau aus dem Strudengau, Niederösterreich; Persinbiugen = Persenbeug nw. Ybbs. – Vgl. Boshof, Bischof Altmann (Gedenkschr. J. Riederer 1981) 321 mit Anm. 20; ders., Geschichte des Klosters St. Nikola, in: 900 Jahre Stift Reichersberg (1984) 33 ff.; Black-Veldtrup, Kaiserin Agnes (1995) 97 und 397 f.; sowie Reg. 704.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 623, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1073-03-03_1_0_3_2_3_623_623
(Abgerufen am 23.05.2017).