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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich ruft die Herzöge Rudolf (von Schwaben) und Berthold (von Kärnten) häufig an seinen Hof, was diese jedoch ablehnen; durch dieses Verhalten wird seitens des Königs der Verdacht genährt, dieselben bereiteten einen Anschlag gegen ihn vor.

Überlieferung/Literatur

Ann. Altah. 1072 (SS rer. Germ. [1891] 84); vgl. Berthold 1073 (SS 5, 275 = SS n. s. 14, 215) = Bernold Const. 1073 (SS 5, 429 = SS n. s. 14, 401) unter Einbeziehung von Welf von Bayern; von einer Verschwörung Rudolfs, Welfs und Bertholds sprechen Ann. Mell. 1073 (SS 9, 499); von einer Fürstenverschwörung allgemein Chron. Wirz. 1072 (Buchholz 41) = Ann. s. Albani 1072 (SS 2, 245) = Ann. Hild. 1072 (SS rer. Germ. [1878] 47).

Kommentar

Auf die Nachricht von einer vom König geplanten Heerfahrt gegen die beiden Herzöge waren diese jedoch um Erhaltung des Friedens bemüht (Ann. Altah. 1072 [SS rer. Germ. 1891, 84]). – Daß die von Berthold von Reichenau und Bernold von Konstanz überlieferte Nachricht zu 1072 gehört, hat bereits Giesebrecht 53, 1120 aufgezeigt. – Wenig überzeugend J. Vogel, Rudolf von Rheinfelden, ZGO 132 (1984), der eine unterschiedliche Haltung in Fragen der Kirchenreform für die Entfremdung zwischen Königtum und Fürsten verantwortlich machen möchte. – Vgl. Grund, Die Wahl Rudolfs von Rheinfelden zum Gegenkönig (1870) 23 ff.; Meyer von Knonau, Jbb. 2, 155 f.; Struve, Das Bild des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben (Festschr. H. Zimmermann 1991) 460 f.; Parlow, Zähringer 45; Zotz, in: HB d. Baden-Württembergischen Geschichte 1/1, 422 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 609, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1072-00-00_3_0_3_2_3_609_609
(Abgerufen am 21.07.2017).