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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich schenkt dem Stift 〈des hl. Valerius〉 zu Goslar aufgrund der Intervention Erzbischof Adalberts von Bremen, der Bischöfe Werner von Straßburg und Hezilo von Hildesheim sowie Graf Eberhards <zum Seelenheil seines Getreuen Konrad von Kirchberg (Kyrechberg) zehn zu seinem Hof in Grone (Grǒna) gehörige Hufen, in der Grafschaft Heinrichs eine in Hetjershausen (Hattingeshvsen), vier in Hettensen (Hatenhusen), drei in Schoningen (Sconingen) und zwei in Ahlbershausen (Albrehteshusen), sowie weitere zehn zu seinem Hof in Pöhlde (Pholda) gehörige Hufen in der Grafschaft Dietrichs in Clapperode (Plaparserode) und Besingen sowie an weiteren Orten nebst allem Zubehör und allen Einkünften zu freiem Eigen. – Fälschung (Anfang 12. Jh.) unter Benutzung zweier nicht erhaltener Diplome Heinrichs IV.; M.; SP. Omnibus dei nostrique fidelibus.

Originaldatierung:
(IIII kal. dec.)

Überlieferung/Literatur

Angebl. Orig.: Stadtarchiv Goslar (A). – Kop.: Kopialbuch von St. Simon und Judas in Goslar (14. Jh.) f. 15 n° 33, Dombibliothek (ehem. Beverinsche Bibliothek) Hildesheim (C); Kopialbuch B des Domstifts (16. Jh.) f. 17' (11') n° 33, Stadtarchiv Goslar (D). – Drucke: Bode, UB d. Stadt Goslar 1, 175 n° 115 aus A; MGH DD 6, 310 n° 245. – Reg.: Stumpf 2749.

Kommentar

Ein Aufenthalt Heinrichs IV. zum angegebenen Zeitpunkt in Goslar ist in Übereinstimmung mit seinem Itinerar durchaus wahrscheinlich. Vgl. die Vorbem. zu D. 245. – Über die Intervenienten vgl. Gawlik, Intervenienten 43; bei dem Grafen Eberhard dürfte es sich um den Ratgeber Heinrichs IV. (vgl. Reg. 625) handeln. – Mit der Kirche des hl. Valerius ist das Goslarer Damenstift der hll. Simon und Judas gemeint. – Abbildung des mittels eines Pergamentstreifens angehängten gefälschten Siegels bei Posse, Kaisersiegel 2 Taf. 42 no 4; vgl. ebd. 5, 115 no 3. – Zum heutigen Zustand des Originals vgl. Bruchmann, Die Kriegsverluste und -schäden des Stadtarchivs Goslar (Festschr. E. E. Stengel 1952) 573 Anm. 3. – Über die Intervenienten, die teilweise aus einem der beiden nicht erhaltenen DDH.IV. übernommen sein dürften, vgl. Bode, UB d. Stadt Goslar 1, 175 no 115; sowie Gawlik, Intervenienten 48. – Zum Zusammenhang der Fälschung mit der auf Leo IX. gefälschten Urkunde UB Goslar 1, 131 n° 49 (JL 4194) vgl. Dahlhaus, Zu den Anfängen von Pfalz und Stiften in Goslar (Salier 2, 1991) 421. – Ortsnamen: Grǒna = Grone w. Göttingen; Hattingeshvsen = Hetjershausen w. Göttingen; Hatenhusen = Hettensen sw. Northeim; Sconingen = Schoningen sw. Northeim; Albrehteshusen = Ahlbershausen sw. Northeim; Pholda = Pöhlde nö. Duderstadt; Plaparserode = Clapperode, wüst zwischen Pöhlde und Rhumspringe im Untereichsfeld; Besingen = wüst s. Osterode am Harz. Zu den Ortsnamen vgl. Dahlhaus, Zu den Anfängen von Pfalz und Stiften in Goslar (Salier 2, 1991) 413 Anm. 342. – Vgl. Dahlhaus, Zu den Anfängen von Pfalz und Stiften in Goslar (Salier 2, 1991) 413 und 421.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 587, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1071-11-28_1_0_3_2_3_587_587
(Abgerufen am 26.09.2017).