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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich schenkt dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald zu seinem und seines Vaters Seelenheil aufgrund der Intervention seiner Gemahlin, der Königin Bertha, und Bischof Hermanns von Bamberg siebeneinhalb in der Besitzung Eggingen im Albgau in der Grafschaft Graf Gerhards gelegene Hufen, die ihm auf seine Bitte hin von Herzog Rudolf (von Schwaben) überlassen worden waren, nebst allem Zubehör und allen Einkünften zu freiem Eigen (VII mansos et dimidium in villa Ekkingon et in pago Alpegowe et in comitatu Gerhardi comitis sitos in proprium tradidimus . . . a duce Rodolfo . . . nobis traditos, sicut . . . petivimus, cum omnibus appendiciis . . . et cum omnigena utilitate). – Adelbero canc. vice Sigefridi archicanc.; verfaßt und geschrieben von AA; M.; SI. 3. Si deo famulantibus.

Originaldatierung:
(III non. apr., Strazbvrc)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Generallandesarchiv Karlsruhe (A). – Druck: MGH DD 6, 303 n° 240; Braun, UB St. Blasien 1, 37 f. n° 240. – Reg.: Fürstenbergisches UB 5, 36 n° 66; Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 415; Böhmer 1841; Stumpf 2742.

Kommentar

Die Übertragung, hinter der Herzog Rudolf von Schwaben als eigentlicher Donator steht, ist die erste von mehreren Schenkungen, durch die St. Blasien "eine Art herzoglich-königliches Hauskloster der Rheinfelder" wurde (Büttner, St. Blasien und das Bistum Basel im 11./12. Jh., Zeitschrift f. Schweiz. Kirchengeschichte 44 [1950] 143; vgl. Maurer, Herzog von Schwaben [1978] 167 f.; sowie Skoda, St. Blasien, Rudolf von Rheinfelden und die Zähringer [Festschr. Th. Zotz 2004] 181–194). – Während die St. Galler Fortsetzungen Hermanns von Reichenau 1070, f. 17r von einer größer werdenden Distanz zwischen dem König und Herzog Rudolf von Schwaben nach dessen Romreise ausgehen (non ita fideliter cum rege ut antea egit [sc. Růdolfus]), ist hier wie in den weiteren Interventionen des Schwabenherzogs eine deutliche Nähe desselben zu Heinrich IV. erkennbar. Vgl. Ott, Die Klostergrundherrschaft St. Blasien im Mittelalter (1969) 9. – Ortsnamen: Ekkingon = (Ober-/Unter-)Eggingen nö. Waldshut; Alpegowe = Albgau zwischen Feldberg, Murg, Rhein und Wutach, im W. an den Breisgau grenzend. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 654 und 2, 45.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 568, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1071-04-03_1_0_3_2_3_568_568
(Abgerufen am 24.07.2017).