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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich begeht das Fest Mariae Reinigung in Augsburg, wo eine Gesandtschaft des Konstanzer Domkapitels (fratres Constantienses) erfolglos gegen die Einsetzung von Heinrichs Kandidaten Karl zum Bischof von Konstanz protestiert, dem die Investitur mit Ring und Stab erteilt wird.

Überlieferung/Literatur

Berthold 1070 (SS 5, 274 = SS n. s. 14, 209 f.); Ann. August. 1070 (SS 3, 128); die Investitur durch den König erwähnen die Akten der Mainzer Synode (CU 37 [Jaffé, Bibl. 5, 71]): accepta a rege pontificalis anuli et pastoralis ferulae investitura.

Kommentar

Zur Ernennung Karls als Bischof von Konstanz vgl. Reg. 533. – Bereits nach seiner Ernennung durch den König soll Karl in verschwenderischer Weise über das Kirchengut verfügt haben; vgl. Berthold 1070 (SS 5, 274 = SS n. s. 14, 210); verschärfend die St. Galler Fortsetzungen Hermanns von Reichenau 1069, f. 16v: Qui mox ut designatus episcopus eiusdem ecclesie optimis locis in beneficium concessis, ipso ecclesie erario palliolis, auro, argento, gemmis noctu spoleato multa mala perpetravit. – Zur Bedeutung des Konstanzer Domkapitels, das hier erstmals als korporatives Organ auftritt, um die Rechte und das Vermögen der Bischofskirche vor dem königlichen Zugriff zu verteidigen, vgl. Maurer, Konstanzer Bischofskirche (Salier 2, 1991) 168. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 2, 1 f.; Ladewig, Regesten d. Bischöfe von Constanz 487; Fleckenstein, Heinrich IV. und der deutsche Episkopat (Festschr. G. Tellenbach 1968) 229; R. Schieffer, Spirituales latrones, HJb 92 (1972) 50; Maurer, Konstanzer Bischofskirche (Salier 2, 1991) 167 f.; ders., Konstanzer Bischöfe (Germania Sacra N. F. 42, 1 2003) 200 und 202 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 542, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1070-02-02_1_0_3_2_3_542_542
(Abgerufen am 21.01.2017).