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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich nimmt nach Entlassung des Heeres auf Einladung Herzog Ottos von Bayern auf einem von dessen (sächsischen) Gütern Quartier, wobei es zu einem Zusammenstoß der herzoglichen Dienstmannschaft mit dem königlichen Dienstmann Kuno kommt.

Überlieferung/Literatur

Ann. Altah. 1069 (SS rer. Germ. [1891] 76 f.).

Kommentar

Der hier als minister et nutritor regis bezeichnete Kuno dürfte mit dem in D. 137 (Reg. 350) erwähnten Kuno, der D. 21 (Reg. 112) auch als königlicher serviens erscheint, identisch sein. Vgl. Giesebrecht 53, 1120 Anm. zu 158; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 611 mit Anm. 7; Keupp, Dienst und Verdienst (2002) 153. – Kuno gilt als Ahnherr der Reichsministerialenfamilie der Hagen-Münzenberger. Vgl. Bosl, Reichsministerialität 1, 64 f.; Keunecke, Die Münzenberger (1978) 32 ff. – Heinrich IV. hat dem Vorgang zunächst keine Beachtung geschenkt, wie sein Aufenthalt zur Sommerszeit in Bayern (Reg. 517) bezeugt. Erst rückwirkend entstand durch die gegen Otto von Northeim vorgebrachten Beschuldigungen Eginos der Verdacht, der Anschlag habe eigentlich dem König gegolten. Zu Egino vgl. Reg. 549. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 610 f.; Keunecke, Die Münzenberger (1978) 111 n° 6; Tellenbach, Der Charakter Kaiser Heinrichs IV. (Festschr. K. Schmid 1988) 357; Keupp, Dienst und Verdienst (2002) 152 f.; Borchert, Herzog Otto von Northeim (2005) 97; Becher, Auseinandersetzung, in: Vom Umbruch zur Erneuerung (2006) 371.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 510, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1069-03-00_1_0_3_2_3_510_510
(Abgerufen am 19.10.2017).