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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich ernennt den Hildesheimer Kanoniker und Goslarer Vicedominus Benno (II.) zum Nachfolger Bischof Bennos (I.) von Osnabrück.

Überlieferung/Literatur

V. Bennonis c. 11 (SS rer. Germ. [1902] 12 ff.): in beati Clementis Romani pontificis et martyris egregii die solemni; nur kurz Lampert 1067 (SS rer. Germ. [1894] 104).

Kommentar

Das Datum der Ernennung durch Heinrich IV. ist durch die Angabe der Vita Bennonis gesichert. – Die Weihe erfolgte am 1. Februar 1069 durch Erzbischof Anno von Köln unter Mitwirkung der Bischöfe Friedrich von Münster und Egilbert von Minden (V. Bennonis c. 11 [SS rer. Germ. 1902, 14]). – Sein gleichnamiger Amtsvorgänger, Bischof Benno I., war am 19. oder 20. September gestorben. Vgl. D. Meyer, Calendarium et Necrologium vetustissimum ecclesiae cathedralis Osnabrugensis, Mittheilungen des historischen Vereins zu Osnabrück 4 (1855) 156 f. und 162 f. – Nach Aussage der Vita Bennonis c. 1 (2) waren dessen Eltern non nobiles, sed tamen plebeam conditionem transgressi. Gegen eine ministerialische Abkunft Bennos (Bosl, Reichsministerialität 1, 79 f.) wendet sich Zotz, Formierung der Ministerialität (Salier 3, 1991) 46 f. – Zur Frage einer Identifizierung des in D. 84 (Reg. 246) erwähnten königlichen Kapellans Benno mit dem nachmaligen Osnabrücker Bischof vgl. Gawlik, Intervenienten 170 Anm. 147. – Zum Werdegang Bennos bis zu seiner Bischofserhebung Meyer von Knonau, Jbb. 1, 576 ff.; Zielinski, Reichsepiskopat (1984) 110 ff. und 170 ff. – Über die Aufgaben des Vicedominus vgl. Waitz, DVG26, 385 ff. – Zu seiner Tätigkeit als Bauherr vgl. Binding, Der früh- und hochmittelalterliche Bauherr als sapiens architectus (1996) 89 ff. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 573 f. zu 1067; Löffler, Die westfälischen Bischöfe (1903) 40 und 43; Fleckenstein, Hofkapelle 2, 263 f.; R. Meier, Domkapitel zu Goslar und Halberstadt (1967) 18 ff. und 361 f.; Gawlik, Intervenienten 170; Goetting, Hildesheimer Bischöfe (Germania Sacra N. F. 20, 3 1984) 279 f. mit Anm. 62; Zielinski, Reichsepiskopat (1984) 25; Zey, Vormünder und Berater Heinrichs IV. (VuF 69, 2009) 118 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 506, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1068-11-23_1_0_3_2_3_506_506
(Abgerufen am 23.03.2017).