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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich schenkt seinem Dienstmann Mazelin (Mecelinus) aufgrund der Intervention seiner Gemahlin, der Königin Bertha, Bischof Werners von Merseburg, des Grafen Eberhard und anderer Getreuer die im Pleißegau in der Grafschaft des Grafen Ekbert gelegene Besitzung (Hohen-)Leuben (?) nebst allem Zubehör und allen Einkünften zu freiem Eigen (villam Livbeni in pago Plisni in comitatu Ecberti comitis sitam cum omnibus appenditiis suis . . . omnique utilitate . . . in proprium dedimus). – Nach einem Diktat des SD mit einigen Freiheiten von PA geschrieben. Omnibus Christi nostrique fidelibus.

Originaldatierung:
(XV kal. aug., Botfellan)

Überlieferung/Literatur

Kop.: Michelsberger Chartular (15. Jh.) f. 36, Staatsarchiv Bamberg (C). – Drucke: Pregler, Archivalische Zeitschrift 3. Folge 1, 80 n° 5; MGH DD 6, 262 n° 205.

Kommentar

Das bereits um eine Einheit zu hohe Ordinationsjahr mit Wiederholung des Ordinationstages nochmals um eine Einheit erhöht. Vgl. die Vorbem. zu D. 205. – Möglicherweise ist ein Entwurf des SD über den Kanzlerwechsel hinaus unausgeführt in der Kanzlei liegengeblieben. – Zur zeitlichen Einordnung vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 596 Anm. 34 gegen Kilian, Itinerar 42. – Über die Intervenienten vgl. Gawlik, Intervenienten 43; bei dem Grafen Eberhard dürfte es sich um den Ratgeber Heinrichs IV. (vgl. Reg. 625) handeln. – Mazelin dürfte mit dem in den DD. 74. 201. 202 (Reg. 223. 483. 484) Genannten identisch sein. Vgl. Bosl, Reichsministerialität 1, 76 f. – Der hier erwähnte Graf Ekbert ist wohl mit dem seit Dezember 1069 mit dem Markgrafentitel bezeichneten, aber noch minderjährigen Ekbert II. von Meißen gleichzusetzen, der Lampert 1068 (SS rer. Germ. [1894] 105) zufolge nach dem Tode seines im Januar verstorbenen Vaters (Reg. 486) als filius patruelis regis (Lampert 1076 [273]) die Mark erhielt, nach Ausweis dieser Urkunde jedoch nicht unmittelbar. Vgl. hierzu Brüsch, Brunonen (2000) 62 f. und 140, zur Frage nach Ekberts Alter 68 f. – Ortsnamen: Botfellan = Bodfeld, Jagdhof im Harz nö. Elbingerode sö. Goslar; pagus Plisni = Pleißegau, Gebiet an der Pleiße um Altenburg s. Leipzig; Livbeni = ? (Hohen-)Leuben sw. Zeitz. – Zum Ausstellungsort vgl. Rieckenberg, Königsstraße und Königsgut, AUF 17 (1940) 50; Erdmann, Beiträge zur Geschichte Heinrichs I., Sachsen u. Anhalt 16 (1940) 77 f.; Grimm, Archäologische Beobachtungen (Deutsche Königspfalzen 2, 1965) 286; Schubert, Geschichte Niedersachsens 2/1 (1997) 264. – Vgl. Bosl, Reichsministerialität 1, 77 und 82.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 494, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1068-07-18_1_0_3_2_3_494_494
(Abgerufen am 26.03.2017).