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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verleiht Graf Eberhard (von Nellenburg ?) aufgrund der Intervention seiner Gemahlin, der Königin Bertha, Bischof Eppos (Eberhards) von Naumburg und anderer Getreuer über dessen im Klettgau und Hegau in den Grafschaften der Grafen Gerung und Ludwig gelegenen Besitz den Forstbann innerhalb angegebener Grenzen mit dem Jagdrecht auf Hirsche und Wildschweine (bannum legitimu[m] foresti infra predium suum in pagis Cletgowe et Hegowe in comitatibus Gervngi et Lodawici comitum siti et in subscriptis finibus ac locis determinati . . . super cervos et cervas et super apros et sues silvaticas . . . in proprium dedimus) und verhängt über Zuwiderhandelnde eine Geldbuße von 60 Solidi. – Sigehardus canc. vice Sigefridi archicanc.; verfaßt und geschrieben von SD; M.; SI. Notum sit omnibus Christi nostrique fidelibus.

Originaldatierung:
(Phorzheim)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Staatsarchiv Schaffhausen (A). – Kop.: Abschrift des 12. Jh., ebenda (B); Vidimus des Bürgermeisters Bernhard Meyger von Basel (1553) lateinisch (C) und deutsch, ebenda. – Drucke: Fickler, Quellen und Forschungen zur Geschichte Schwabens 2, 20 n° 9 aus A; Bächtold, Wie die Stadt Schaffhausen ihre Landschaft erwarb (Festschr. d. Stadt Schaffhausen 1901) 127 (Auszug, Übersetzung und Faks. 128 f.) aus A; Baumann, Quellen zur Schweizer Geschichte 3a, 13 n° 6 aus AB; MGH DD 6, 249 n° 193. – Reg.: Hidber, Schweizer. Urkundenregister 1397; Walter, Schaffhausener Urkundenregister 1, 2 n° 8; Stumpf 2706.

Kommentar

Zur ungefähren zeitlichen Einordnung vgl. Kilian, Itinerar 40. – Ausstellungsort der Urkunde war wohl Pforzheim, nicht Pforzen n. Kaufbeuren. Vgl. Brühl, Fodrum (1968) Itinerarkarte 5; MGH DD 6, Nachtr. 725; sowie Dt. Königspfalzen 3. Baden-Württemberg 483 f. no 1. – Die ebd. 483 f. no 1 vorgenommene Einordnung Pforzheims in das Itinerar Heinrichs IV. (Wiehe – Pforzheim – Reichenau – Bruchsal) ist allerdings anzuzweifeln; vgl. Reg. 473. – Zur Identifizierung des Empfängers als Nellenburger vgl. Hils, Die Grafen von Nellenburg im 11. Jh. (1967) 55 ff.; zustimmend Gawlik, Intervenienten 41. – Zur Bedeutung des Forst- und Wildbanns und dessen Verleihung vgl. allgemein Waitz, DVG 8, 257 ff.; Bosl, Pfalzen und Forsten (Deutsche Königspfalzen 1, 1963) 3 ff.; sowie Dasler, Forst und Wildbann (2001) 3 ff. – Zu den Grenzen des Wildbanns vgl. Der Landkreis Konstanz, Amtl. Kreisbeschreibung I (1968) 293 ff. – Ortsnamen: Cletgowe = Klettgau w. Schaffhausen bis etwa zur Wutach; Hegowe = Hegau, Landschaft n. und w. des Bodensees bis auf die Höhe w. Schaffhausen. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 566; Zotz, in: HB d. Baden-Württembergischen Geschichte 1/1, 422; Dt. Königspfalzen 3. Baden-Württemberg 483 f. no 1.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 475, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1067-00-00_1_0_3_2_3_475_475
(Abgerufen am 28.07.2017).